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Jungparteien paktieren gegen Gameverbot

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Bild: brutal-harmlos.chEin Verbot als sinnvolle Lösung? „Nicht mit uns“, sagten sich die Luzerner Jungparteien und beschlossen, vereint gegen das Verbot von sog. „Killerspielen“ aktiv zu werden. In einer wohl einmaligen Konstellation spannen die Junge SVP, Jungfreisinnige, die Juso und die Jungen Grünen zusammen und fordern einen wirksamen Jugendschutz statt eines nationalen Verbots. Ihre Losung: „Die allermeisten Gamer sind in Realität brutal harmlos!“
 
Der Luzerner Kantonsrat hat am 24. Januar 2011 mit 104 zu 1 Stimme beschlossen, sog. „Killerspiele“ seien auf Bundesebene zu verbieten. Die vom Kantonsrat verabschiedete Kantonsinitiative ging auf einen parlamentarischen Vorstoss der SP-Kantonsrätin Jacqueline Mennel zurück. Der Kantonsrat hat dann einer Verknüpfung des Verbots von Extrem-Kampfsportarten mit der Forderung nach einem nationalen „Killerspiel“-Verbot klar zugestimmt. Die Kantonsinitiative fordert das eidgenössische Parlament auf, Herstellung, Werbung, Einfuhr, Verkauf und Weitergabe von Spielen, „in denen grausame Gewalttätigkeiten zum Spielerfolg beitragen“, zu verbieten. Der Rat argumentierte, gewalttätige Video- und Computerspiele seien ein Sicherheitsrisiko und könnten nur mit einer eidgenössischen Regelung eingedämmt werden. Anfang 2010 wurde bereits im Kanton Bern eine ähnliche Standesinitiative gestartet.
 
„Eine Generationenfrage“
Die einzige Gegenstimme im Kantonsrat stammte von Kantonsrätin Priska Lorenz (Juso), die sich nun zusammen mit weiteren Jungpolitikern von links bis rechts im breit abgestützten Jugendkomitee „Nein zum Videospielverbot“ engagiert. Zuvor hatten sich bereits die meisten Jungparteien auf nationaler Ebene gegen das Verbot von Computer- und Videospielen ausgesprochen. Alle im Komitee aktiven Luzerner Jungparteien beziehen mit ihrem Einsatz die Gegenpositionen ihrer Mutterpartei. Das findet man allerdings nicht tragisch. „Hier geht es nicht um das klassische Links-Rechts-Schema, sondern um eine Generationenfrage“, ist JSVP-Präsident Anian Liebrand überzeugt und will dabei eine Mehrheit der jungen Schweizerinnen und Schweizer auf seiner Seite wissen. Viele Junge könnten ob dieser freiheitsfeindlichen Haltung gewisser kantonalen Parlamente bloss den Kopf schütteln. Ähnlich klingt es bei Maurus Zeier, dem Präsidenten der Jungfreisinnigen der Stadt Luzern. Für ihn ist das beschlossene Verbot „absolut tragisch“.
 
Gamer nicht unter Generalverdacht stellen
Die Jungparteien wehren sich in ihrer gemeinsamen Mitteilung dagegen, die grossmehrheitlich friedliche Gamergemeinde aufgrund tragischer Extremereignisse wie Amoktaten unter einen Generalverdacht zu stellen. Negative Folgen würden sich höchstens bei einem kleinen Anteil zeigen. Das Komitee hält fest: „Amoktäter oder sonstige labile Personen töten ihre Opfer immer noch mit echten Schusswaffen und nicht mit Computerspielen. Auch Alkoholkonsum führt zu Gewaltexzessen. Doch wem käme es in den Sinn, deswegen Bier und Wein zu verbieten?“
 
Wirksamer Jugendschutz gefordert
Des Weiteren fordern die Jungparteien eine wirksame Verschärfung des Jugendschutzes durch eine schweizweit einheitliche Gesetzesgrundlage. Der heutige Jugendschutz basiere auf freiwilliger Kontrolle, welcher zwar gute Ansätze beinhalte, die Durchsetzung von Sanktionen hingegen nicht ausreichend sicherstelle. Der Verkauf von ungeeigneten Spielen müsse auf jeden Fall zwingend unter Strafe gestellt werden, so die Forderung der Jungparteien. „Schlicht illusorisch zu glauben“, sei es, im Zeitalter des Internets die Verbreitung von Video- und Computerspielen verhindern zu können. „Sind gewisse Games verboten, könnten diese trotzdem problemlos auf illegalen Downloadplattformen und auf dem Schwarzmarkt besorgt werden – und dort fragt garantiert niemand nach dem Ausweis“. Eine nationale Untersagung wecke zudem den Reiz des Verbotenen und sei darum die falsche Lösung.
 
Weitere Infos: brutal-harmlos.ch

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