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Nach Intervention von Info8.ch: Datenschützer beschliesst Massnahmen gegen Moneyhouse

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Vor kurzer Zeit hatte die Handelsregisterplattform Moneyhouse auf ihrer Webseite eine Funktion namens „Person suchen“ aufgeschaltet. Mit dieser Funktion können erweitere Informationen zu Privatpersonen und deren Umfeld erlangt werden. Nach Anfrage von Info8.ch hat der eidgenössische Datenschützer nun eine superprovisorische Verfügung gegen die Betreiber der Wirtschafts-Plattform erlassen.

Neben einfachen Adressabfragen von sämtlichen in der Schweiz lebenden Privatpersonen lässt sich mit der vor wenigen Wochen klammheimlich aufgeschalteten Funktion „Person Suchen“ ebenfalls feststellen, wer mit wem im gleichen Haushalt wohnt. Des Weiteren ist es mit dieser Funktion möglich, Personen zu finden, welche ihre Adressen zuvor aus Sicherheitsgründen für öffentliche Einsichtnahmen gesperrt hatten. Das ist aber noch nicht genug: Interessierte können über Moneyhouse.ch ausserdem ausfindig machen, wo eine Person früher gewohnt hat und wer wohin gezügelt ist. Unklar ist, aus welcher Quelle das Portal die Adressdaten bezieht. Info8.ch hätte dies gerne von den Betreibern direkt erfahren. Eine Anfrage blieb jedoch bis zum heutigen Tag unbeantwortet.

Moneyhouse - ein dubioses Unternehmen?
Offenbar ist es bei Moneyhouse üblich, Presseanfragen und sonstige Anfragen von Nutzern und betroffenen Personen nicht zu beantworten. Anders lässt es sich nicht erklären, dass auch 20min.ch sowie weitere Privatpersonen vergeblich versuchten, Kontakt mit den Moneyhouse-Betreibern aufzunehmen. In Internetforen von Verbraucherorganisationen sorgt das Mutter-Unternehmen, die in Rotkreuz stationierte Firma Itonex AG, seit längerer Zeit für hitzige Diskussionen. Die thematische Bandbreite der Beschwerden reicht von so genannten Abofallen über falsche Bonitätsauskünfte bis hin zu nicht gelöschten Adresseinträgen. Aus diesen Gründen war die Firma in Vergangenheit auch schon beim  Konsumentenschutzmagazin KTipp ein Thema.

Welche Rolle spielt der Datenschützer
Bereits vergangenen Montag, 16. Juli 2012, kontaktierte Info8.ch den Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten Hanspeter Thür, von ihm eine Einschätzung zu dieser neu eingeführten Personensuchfunktion einzufordern. In einer sehr generell gehaltenen Antwort wies seine Mitarbeiterin Eliane Schmid darauf hin, dass „Direktbetroffene sich in erster Linie selbst zur Wehr setzen“ sollen und diese selbst auf eine Löschung bei Moneyhouse hinzuwirken hätten. Gemäss Schmid wird empfohlen, dies per eingeschriebener Brief inklusive Kopie der Identitätskarte an Moneyhouse direkt zu erledigen. Ob dieses Vorgehen in Anbetracht der Tatsache, dass Moneyhouse Zuschriften in der Vergangenheit konsequent ignorierte, angemessen und erfolgsversprechend ist, bleibt im Raum stehen.

Fraglich ist auch, weshalb der Datenschützer kritische Fragen investigativer Medien zuerst abwimmeln lässt, um diesen dann per Aussprechen einer superprovisorischen Verfügung indirekt doch Recht geben zu müssen. Offenbar reagiert der Datenschützer erst dann, wenn sich Bürger in signifikanter Anzahl bei ihm beschweren. Beruhigend ist das nicht gerade.


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