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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Mindestlöhne für Hausangestellte

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Die Gewerkschaft UNIA kämpft seit Jahren energisch für zwingende Mindestlöhne in der Branche Hauswirtschaft. Nun hat der Bundesrat den Normalarbeitsvertrag verabschiedet, womit die Gewerkschaft ihr lang umkämpftes Ziel erreicht hat. Dies sei ein grosser Schritt hin zu besseren Arbeitsbedingungen und Löhnen in der Hauswirtschaft.

 

Die Beschäftigung in den Schweizer Privathaushalten hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Mehr als 100 000 Arbeitnehmende arbeiten als Hausangestellte. Arbeits- und Anstellungsbedinungen im Haushaltsbereich sind allerdings prekär. Immer wieder deckt die Gewerkschaft UNIA heftige Fälle von zu langen Arbeitszeiten und von Lohndumping mit Löhnen von unter 11 Franken pro Stunde auf. Gemäss einer Studie der Seco, sei in jedem achte Privathaushalt die Hausangestellten sogar noch unterhalt der sowieso schon tiefen ortsüblichen Löhne entlöhnt.

Mit der gestern verabschiedeten Verordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmende in der Hauswirtschaft erlässt der Bundesrat zwingende Mindestlöhne für die Hausangestellten von Fr. 18.20 für Ungelernte, Fr. 20.00 für Ungelernte mit vier Jahren Berufserfahrung und Fr. 22.00 für Gelernte. Damit liegt der Bundesrat zwar etwas unter den von den Gewerkschaften geforderten Mindestlöhnen, allerdings für die Betroffenen bedeutet der Entscheid trotzdem eine grosse Verbesserung.

Die UNIA ist sehr erfreut über diesen Erfolg im Kampf gegen Lohndumping. Zukünftig wird sie sich einsetzen, dass die Kantone rasch die nötigen Ressourcen für die Durchsetzung und den Vollzug dieser Mindestbestimmungen bereitstellen. Ausserdem wird weiterhin Druck ausgeübt, dass die Löhne sukzessive nach oben angepasst werden.

Dieses Beispiel zeigt auch im Hinblick auf andere prekäre Bereiche, dass der Bund einschreiten kann und muss, wenn sich Arbeitgeber weigern, mit den Gewerkschaften Mindeststandards festzulegen, um Lohndumping zu verhindern.


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