Freitag, 17. November 2017

Letztes Update 22.03.2016 22:37

RSS
You are here: Archiv Nachrichten Schweiz Unia unterbindet regelmässige Nachtarbeit bei Manor

Unia unterbindet regelmässige Nachtarbeit bei Manor

E-Mail Drucken PDF

Gemäss Arbeitsgesetz darf dauernde bzw. regelmässig wiederkehrende Nachtarbeit nur bewilligt werden, wenn sie aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen «unentbehrlich» ist. Die Detailhandelskette Manor hielt es für unentbehrlich, die jährliche Inventur in ihren 74 Warenhäusern jeweils zwischen 20 Uhr abends und 03 Uhr morgens durchzuführen und vergab einen entsprechenden Auftrag an zwei externe, auf Inventurarbeiten spezialisierte Firmen aus Deutschland. Das Seco schloss sich dieser Meinung an und erteilte im Februar dieses Jahres eine entsprechende Nachtarbeitsbewilligung für insgesamt 230 Arbeitnehmende (180 entsandte Arbeitnehmende und 50 Manor-Mitarbeitende)

Gericht gibt Unia recht
Die betroffenen Manor-Mitarbeitenden und die Unia waren anderer Meinung: Inventurarbeiten lassen sich wie in anderen Warenhäusern und wie bisher bei Manor auch tagsüber durchführen. Darum legte die Gewerkschaft am 6. April Beschwerde gegen die Seco-Bewilligung ein. Jetzt hat die Unia vom Bundesverwaltungsgericht vollumfänglich Recht erhalten.

Das Gericht entschied erstens, dass die Unia als im Detailhandel aktive Arbeitnehmerorganisation zur Beschwerde berechtigt ist. Zweitens sei die Seco-Bewilligung bereits aus formellen Gründen ungültig, weil sie nur an Manor und nicht auch noch für die externen Dienstleister aus Deutschland ausgestellt wurde. Und drittens ist das Gericht auch materiell mit der Unia einig: Manor hat den Nachweis nicht erbringen können, dass die beantragte Nachtarbeit wirklich aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen unentbehrlich ist. „Wirtschaftliche Zweckmässigkeit allein könne kein Grund für Nachtarbeit sein.“

Denkzettel für das Seco
Nach diesem eindeutigen Urteil wird Manor zur bisherigen Praxis zurückkehren und die Inventurarbeiten tagsüber durchführen müssen. Zudem muss Manor die Verfahrenskosten übernehmen und der Unia eine Parteientschädigung zukommen lassen. Ein Denkzettel bedeutet das Urteil aber auch für das Seco. Das Gericht kommt zum Schluss, das Bundesamt habe bei der Gesuchsprüfung den Sachverhalt nur ungenügend abgeklärt. Zudem hält das Gericht fest, das Seco habe das geltende Nachtarbeitsverbot allzu freizügig interpretiert und sich «vom klaren Gesetzeswortlaut und der bisherigen Praxis dazu entfernt».
 


Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Am Samstag, 7. Dezember 2013, weihte der Verein Kulturschaffende Littau beim Bodenhof 4 im Ortsteil Littau den „ersten Wildwechsel der Stadt Luzern“ ein. Dabei wurde symbolisch die fü...
Weiterlesen...
Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Das lange Warten hat bald ein Ende: Am Freitag, 28. Juni 2013, erblickt das neue Album des Österreichischen Info-Rappers Kilez More das Licht der Welt. „Rapvolution“ soll die Menschen zum Mi... Weiterlesen...


Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Seitdem bekannt ist, dass die NSA mehr oder weniger den kompletten Datenverkehr jedes einzelnen Bürgers überwachen kann, wurden auf den verschiedensten Ebenen Massnahmen und Möglichkeiten entwickelt, ...

Weiterlesen...
Threema wird nicht OpenSource

Threema wird nicht OpenSource

Der Artikel „Schluss mit Mythen rund um Threema“ hat ein unerwartet grosses Echo hervorgerufen. So wurden im Anschluss an diesen Artikel auf unterschiedlichsten Kanälen kontroverse Diskussionen geführ...

Weiterlesen...
powered by withweb