Zu schlecht für Europa?

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Die helvetischen Fussballer scheitern in der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica am eigenen Unvermögen und an Mirko Vucinic. Die Frage stellt sich, ob die Schweizer Nationalmannschaft überhaupt noch gut genug für die besten Mannschaften Europas ist.

 

Klein aber oho!
Durch die 1-0 Niederlage der Schweiz in der EM-Qualifikation, scheint die Promotion für die Endrunde in Polen und der Ukraine nun fast unerreichbar. Heissblütigkeit, Kampfeslust, Einsatz oder Unnachgiebigkeit. Das sind Attribute, die im Fussball entscheidend sein können, wenn das Talent auf dem Rasen limitiert ist. Diese Merkmale zeigte gestern Abend nur eine Mannschaft. Nämlich das Team des Kleinstaates Montenegro. Zweikampfstärker und angepeitscht von frenetischen Fans im Hexenkessel vom City Stadium, spielten die Montenegriner zur jeder Zeit auf Augenhöhe mit den Schweizern. Ist das ein Zeichen, dass die Kicker von der Adriaküste besser sind, als das Fifa-Ranking es vermuten lässt? Laut Alain Sutter, TV-Experte beim Schweizer Fernsehen, nicht.

Unter den eigenen Möglichkeiten
Tatsächlich wäre die Schweiz spielerisch in der Lage, einen Gegner wie Montenegro zu besiegen. Jedoch fehlt die letzte Entschlossenheit, der ungebrochene Wille ein Tor zu schiessen oder einfach gesagt, der letzte Biss!
Obwohl die Identifikation mit dem Vaterland und die daraus folgende Entschlossenheit auf dem Platz schon fast legendär für die Balkanstaaten sind, wären diese Attribute auch für die Schweizer Spieler sehr hilfreich. Denn ohne Zweifel besitzt die Schweiz das spielerische Potenzial, um eine grössere Rolle im internationalen Fussball zu spielen. Jedoch zeigen die eidgenössischen Kicker eindrücklich, dass man ohne die richtige Einstellung nur eine Statistenrolle auf dem Platz inne hat. Selbst, oder gerade gegen Montenegro.

Qualifikation fast schon vorbei
Auch mit einem Weltklasse-Trainer auf der Bank und Spielern, die in allen grossen Ligen Europas engagiert sind, ist die Qualifikation für eine Europameisterschaft kein Selbstläufer.

Die Möglichkeit, die Schwarte aus den ersten beiden Spielen auszuwetzen und die Mini-Chance auf Platz 2 zu erhalten, hat die Schweiz am Dienstag dem 12. Oktober gegen Wales. Die Spieler sind der ganzen Nation etwas schuldig, diese Schuld muss gegen die Waliser beglichen wird.

 

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