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„Shaq-Attacks“s Vorbilder

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FCB-Spieler Xherdan Shaqiri ist der meistumworbene Schweizer Fussballspieler der Gegenwart. Der 19-jährige Flügelläufer mit kosovarischen Wurzeln wird von Clubs aus halb Europa gejagt. Der FC Basel macht wie jedes Jahr das gleiche Spiel durch. Ein junges Eigengewächs reift zur Teamstütze und verlässt bald darauf den Club Richtung Ausland. Info8.ch analysiert die Karrieren der 4 Spieler, die vor Shaqiri eine ähnliche Entwicklung durchgemacht haben und schätzt die Chancen auf eine internationale Karriere Shaqiris ein.

 

Eren Derdiyok, (Auf die Saison 2009/10 zu Bayer Leverkusen, Ablöse Fr. 5.1 Mio.)
Wechselte mit 21 Jahren von Basel zu Bayer Leverkusen. In Basel setzte der damalige Trainer Christian Gross nur auf eine Spitze. Deshalb blieb Eren meist nur die Bank, da Streller ihm vor der Sonne stand. Marco Streller war eine Saison zuvor als gescheiterter Auslandssöldner aus der Bundesliga zum FC Basel zurückgekehrt. Als Eren Derdiyok, ohne Stammspieler bei Basel zu sein, als 19-jähriger im Februar 2008 im Freundschaftsspiel der Schweizer Nationalmannschaft gegen England debütieren darf, schiesst er sich gleich mit seinem ersten Tor im ersten Spiel, und das ausgerechnet noch im Wembley Stadion!, in die Notizblöcke mehrerer europäischen Topvereine. Das vom Pharmakonzern Bayer unterstützte Team aus Leverkusen machte im Sommer 2009 das Rennen um den Nationalstürmer mit kurdischen Wurzeln. Derdiyok wurde schnell Stammspieler. Profitierte dabei allerdings vom verletzungsbedingten Ausfall Patrick Helmes‘. Der deutsche Nationalstürmer fehlte praktisch die ganze letzte Saison. Nun, da er wieder genesen ist, bleibt Derdiyok immer noch erste Wahl im Bayer-Sturm. Im Verein läuft es gut für Eren. Obwohl er nicht mehr so viele Tore wie noch in der Vorsaison schiesst, kann man von ihm behaupten, dass er in der Bundesliga angekommen ist. Dass er im Gegensatz zu vielen anderen Jungen Spielern aus der Schweiz erst nach dem 20. Geburtstag ins Ausland wechselte, war seiner Karriere sicherlich nicht hinderlich.

Michel Morganella (08/09 zu US Palermo, Fr. ?)
Morganella wurde im Sommer 2007 aus der Basler Jugend in das Stammkader aufgenommen. In diversen Einsätzen in der Super und Europa League zeigte Morganella sein grosses Potenzial. Bevor jedoch der Schritt zum Basler Stammspieler gemacht wurde, wechselte Morganella im Winter 2009 nach Palermo. Die Sizilianer liehen den 21-jährigen Walliser zu Novara Calcio in die Serie B aus. Dort spielt Morganella in der Stamm-Elf auf der Aussenbahn. Novara Calcio ist auf dem besten Weg die Herbstmeisterschaft in der zweithöchsten Liga Italiens zu erringen. Steigt Novara nächste Saison auf, darf sich auch Michel Chancen ausrechnen, nächstes Jahr bei Palermo in der ersten Mannschaft zu spielen.

Ivan Rakitic (07/08 zu Schalke 04 für Fr. 6.7 Mio.)
Wohl kein anderer Schweizer Fussballspieler löste in den letzten Jahren so eine grosse Kontroverse aus, wie Ivan Rakitic. Als Sohn kroatischer Einwanderer entschied sich Rakitic im wichtigsten Moment für die kroatische und nicht die schweizerische Nationalmannschaft. Damit trat Ivan eine riesen Diskussion vom Stapel, wie man zukünftig in der Schweiz ausgebildete Spieler an die Nati binden kann. Wäre der Mittelfeldspieler nicht so ein herausragender Spieler, wäre die Diskussion niemals so gross geworden. Mit teils Weltklasse-Leistungen bei Basel wurde Rakitic zu einem der begehrtesten Spieler Europas. Als tragender Spieler war Ivan massgeblich an der Vizemeisterschaft der Gelsenkirchener von letzter Saison beteiligt. Mittlerweile gibt es neue Gerüchte um Rakitic. Die Vertragsverlängerung mit Schalke scheint vom Tisch zu sein. Rakitic’s Berater Michel Urscheler äusserte sich gegenüber „www.calciomercato.com“ folgendermassen: „Wir haben nicht vor, mit Schalke zu verlängern.“ Wohin es Rakitic, womöglich schon im Winter, ziehen wird, bleibt ungewiss. Aber als Ausbildungsverein darf sich der FC Basel auf eine saftige Transferbeteiligung freuen. Rakitic gilt bis heute als Spieler, der die 3. Grösste Ablöse für den FC Basel erzielte.

Zdravko Kuzmanovic (06/07 zu Fiorentina für Fr. 4 Mio.)
Insgesamt war Zdravko Kuzmanovic 1! ganze Saison Stammspieler beim FC Basel. Vom Frühjahr 2006 bis zum Winter 2006. In dieser Zeit überzeugte der damals 19-jährige Mittelfeldspieler mit serbischen Wurzeln mit einer unglaublichen Abgeklärtheit. Sein Tor nach seiner späten Einwechslung gegen Racing-Strasbourg sicherte dem FC Basel den erstmaligen Viertelfinaleinzug in der Euro-League und machte den Defensiv-Allrounder auch über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt. Das verlockende Angebot aus Italien kam bald und Kuzmanovic verliess den FC Basel im Frühjahr 2007 Richtung Florenz. Bei den Toskanern wurde er auf Anhieb Stammspieler und wechselte 2009 als Hoffnungsträger zu den Schwaben des VfB Stuttgart. Anfänglich hatte Zdravko Probleme, aber nachdem Christian Gross den Trainerposten bei den Süddeutschen übernahm, reifte er auch dort zum Führungsspieler und ist heute einer der am besten verdienenden Spieler in seinem Verein. Kuzmanovic wurde wie Rakitic ebenfalls zur Schweizer Reizfigur als er sich Entschied nicht mehr für die Schweizer Repräsentation aufzulaufen, sondern für sein Vaterland Serbien. Mit ihm und Ivan Rakitic verlor die Schweizer Nati zwei der grössten Talente des vergangenen Jahrhunderts.

Xherdan Shaqiri hat bis anhin relativ gute Vorbilder. Zusammen mit Valentin Stocker ist Shaqiri einer der begehrtesten Schweizer Fussballer. Trotz seines jugendlichen Alters, überstrahlt Shaqiri viele seiner Berufsgenossen. Dass er bald wechselt scheint so sicher wie das Amen in der Kirche. Am wahrscheinlichsten ist ein Wechsel im Sommer 2011. Auffallend bei den vergangenen Talenten, die den FCB verlassen haben, ist, dass ihr Weg sie jeweils nicht gerade zu einem absoluten Topklub geführt hat, jedoch zu einer sehr guten Adresse in der jeweiligen Liga. Rakitic hatte sogar ein Angebot von Juventus Turin!

Shaqiri ist gut beraten, wenn er einen Wechsel nicht forciert, seine Chancen beim FC Basel nutzt und konstant auf gutem Niveau spielt. Wie die Geschichte schon zeigt, verhelfen nur gute Leistungen zu einem guten Vertrag im Ausland. Sein Marktwert bewegt sich momentan sowieso schon bei 10 Millionen Franken. Das bisher einzige konkrete Angebot kam vom Hamburger SV.

Bedenkt man, dass Shaqiri anders als viele andere Schweizer Talente, vom eigenen Bruder beraten wird, ist das nur ein gutes Zeichen. Unterstützt werden die Shaqiris noch von Wolfgang Vöge. Ein renommierter Spielerberater, der auch Tranquillo Barnetta und Pirmin Schwegler zu seinen Klienten zählt. Und wenn man bedenkt, dass Schwegler und Barnetta beide Vorzeigekarrieren hingelegt haben, muss man nicht so viel Sorgen um Xherdan Shaqiri haben und hoffen, dass er der Schweizer Nati noch lange mit vielen Toren erhalten bleibt.
(alle Zahlen stammen von transfermarkt.ch)


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