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Blatter exponiert sich selbst

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In einem am 9. Dezember 2010 erscheinenden Interview mit der „Weltwoche“ spricht FIFA-Chef Sepp Blatter im Zusammenhang mit der WM-Vergabe an Russland und Kater von einer Strategie zur Erschliessung neuer Gebiete. Die Frage: „Ist also der geographische Standort und nicht die Qualität der Bewerbung wichtig für die Vergabe?“, stellt sich dabei sehr schnell.

Die FIFA ist der grösste Welt-Sport-Verband. Eine Organisation mit unbeschreiblich grossem Einfluss. Zuletzt wurde das Image der Fédération International de Football Association allerdings stark von Korruptionsvorwürfen geschädigt. Der Schweizer Präsident des mächtigen Verbandes, Joseph Blatter, hat sich seit der WM-Vergabe vor gut einer Woche, der Presse nicht gestellt. Nun spricht Blatter in einem Interview mit der Weltwoche.

„Strategie zur Erschliessung neuer Gebiete“
„Was ist falsch daran, wenn wir mit dem Fussball in Regionen aufbrechen, wo diese Sportart ein Potenzial aufweist, das weit über den Sport hinausgeht?“, fragt der FIFA-Chef. Zudem betont er, dass die Vergabe zu einer Strategie zur Erschliessung neuer Gebiete gehöre. Dabei muss man sich mal das Ausmass einer WM-Vergabe vor Augen führen. Hunderte von Architekten und sonstigen Experten werden über Monate engagiert, um zielgenaue Projekte präsentieren zu können. Dadurch fliessen Millionen an Gelder von A nach B. Sei es für die Projektplaner, Hosting-Einrichtungen oder Sponsoren.

Zum ersten Mal in der Geschichte der FIFA wurden gleichzeitig zwei Weltmeisterschaften vergeben. Für die WM 2018 nahmen Russland, England, Spanien mit Portugal und Holland mit Belgien die finanziellen und zeitlichen Aufwände auf sich und hofften auf eine WM im eigenen Land. Für 2022 waren die Kandidaten: USA, Japan, Südkorea, Australien und Katar.

War der Sieger schon im Vorhinein bekannt?
Wie die „Welt“ in einem Artikel vom Oktober 2010 schrieb, schien die WM 2018 bereits im Vorfeld an Russland vergeben worden zu sein. Eine Ex-Mitarbeiterin der FIFA veröffentlichte einen Gesprächsmittschnitt von Verbands- und Bewerbungschef Lord Triesman, in dem er sich wie folgt äusserte: „Mit russischen Rubel werden Schiedsrichter bei der WM in Südafrika zum Wohle Spaniens bestochen, damit die Iberer Russlands WM-Bewerbung die Stimme geben.“

Spanien wurde bei der WM 2010 in Südafrika nicht wirklich bevorteilt. Als klar stärkste Mannschaft war schon vor dem Turnier für alle klar, dass der Titel nur über Spanien geht. Im Gruppenspiel gegen Chile zeigte der Schiedsrichter schon in der 37. Minute Rot gegen Chiles Estrada. Jedoch zu recht. Streiten kann man sich höchstens über die rote Karte gegen Portugals Ricardo Costa in der 89. Minute im Achtelfinal. Im Nachhinein der WM spricht niemand davon, dass Spanien nicht der verdiente Weltmeister ist. Der fahle Nachgeschmack bleibt aber, musste Triesman schliesslich, nach bekannt werden seiner Aussage, zurücktreten.

Die Qualität der Bewerbung ist sch**** egal
Als am 2. Dezember 2010 in Zürich die Gewinner der WM-Vergabe bekannt wurden, war die ganze Welt erstaunt. Russland 2018 und Katar 2022 hiessen die Glücklichen. Viele Fussballfans fassen sich dabei an den Kopf und können es nicht glauben. Alle Kandidatenländer gingen mit der Erwartung an die Vergabe, eine reelle Chance auf den Zuschlag zu haben. Jedoch spricht Blatter nun von strategischen Beweggründen, die für die Vergabe an Russland und Katar gesorgt haben.

Somit werden alle Bemühungen im Vorfeld und die damit einhergehenden Vorbereitungen ins Lächerliche gezogen. Wozu Millionen von Euro, Dollar, Pfund oder sonst was ausgeben, wenn doch die Währungen aus strategischer Sicht ganz klar Rubel (Russland) und Rayal (Katar) heissen.


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