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Der Sport wird zu Grabe getragen

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Die Welt kocht. Und wie. Massenproteste, wo man hinsieht. Proteste gegen angeblich korrupte und betrügerische Machttempel und deren Bewohner. Gerade in dieser Zeit denkt man, wie doch schon Cesar im alten Rom sein Volk zum Schweigen bringen konnte. Mit Brot und Spielen. Nun sind die Leute zu arm, um sich zu ernähren und es kommen immer mehr Beweise auf, dass die Spiele, die sie lieben, nur Betrug sind.

Die Schweiz ist der Inbegriff der Integrität. Das ist international so anerkannt, dass die grössten Weltorganisationen ihre Hauptsitze im neutralen Helvetia stationieren. Die FIFA, notabene mit Schweizer Präsident Sepp Blatter, hat ihren Sitz in Zürich. Wie Blatter selbst sagt, ist das seinem Amt geschuldet. Falls der Präsident wechseln würde, würde laut Blatter auch der Hauptsitz versetzt. Bedenkt man jedoch, dass in der Schweiz Korruption laut Gesetz im Vereinsrecht keinen Strafbestand darstellt, dann ist doch die Wahl eines Schweizer Standortes umso idealer. Erst wenn das Vereinsrecht angepasst wird, könnte Blatter sogar mit einem Wegzug der FIFA planen, obwohl er noch im Amt wäre. Er hat es ja bereits in einem Interview mit der Weltwoche angedroht, obwohl er dabei keinen Bezug auf das Vereinsrecht nahm.

Die Korruption kommt für viele nicht wirklich überraschend. Dazu passt auch, dass momentan der welthistorisch mit Abstand grösste Prozess gegen eine Wettmafia läuft. Die Hauptsächlich balkanisch- und türkischen Drahtzieher der Wettmafia werden beschuldigt, über 30 Partien in Europa manipuliert zu haben. Die Geständigen wurden bereits auf Kaution freigelassen. Was in irgendwelchen Geheimzimmern vereinbart worden mag, wird wahrscheinlich niemals ganz an die Öffentlichkeit treten. Somit bleiben die Geschichten dubios und was bleibt, ist eine gewaltige Portion Misstrauen gegenüber dem Sport. Das geht so lange gut, solange die Integrität der Sportler nicht in Frage steht.

Ein Sportler hat eine enorme Vorbildfunktion. Mit Fleiss und Einsatz Einzigartiges zu erreichen, ist und bleibt ein Traum aller Menschen. Deshalb begegnen den Sportlern sehr viele Menschen mit Liebe und Freude. Sie werden zu Fans. Die Fans sind die Ansammlung von Leute, die einen Sportler wegen seiner ausserordentlichen Leistungen unter maximalem Einsatz bewundern und verehren. Wird dieser Einsatz jedoch dahingehend verfälscht, dass der Sportler nur mit Verwendung verbotener Substanzen zu seinen Errungenschaften findet, dann bricht das Vertrauen der Fans.

Durch die skandalösen Aussagen des berüchtigten Doping-Arztes Eufemiano Fuentes, wonach er seinem Zellengenossen folgendes geflüstert haben soll: „Wenn ich rede, hätten wir weder den EM- noch den WM-Titel im Fussball.“ Soll heissen, die wichtigsten Titel, die die Sportnation Spanien vorzuweisen hat, sollen laut Fuentes durch Doping errungen worden sein. Liest man den Bericht von 20 Minuten Online über das Sportwunder Spanien und schaut dann noch auf die einzelnen Sportarten und deren spanische Dominanz und wie diese zustande kam, dann wird der Verdacht auf kontrolliertes Doping nur noch mehr erhärtet.

Ausdauer, Laufkraft und Konzentration kommen nicht nur von Fleiss und hartem Einsatz. Viele wählen die Hilfs-Option Doping, weil in unserer heutigen Zeit nur noch zählt, der Allerbeste zu sein. Der olympische Gedanke ist dabei schon lange tot. Sieht man die enge Verknüpfung von Staat und Sport, die mittlerweile in vielen Ländern vorherrscht, dann muss man automatisch davon ausgehen, dass zu viele Interessen involviert sein könnten. Als der römische Feldherr Gaius Julius Cesar sagte: „Gebt dem Volk Brot und Spiele!“, dann sprach er davon, dem Volk die elementarsten Bedürfnisse zu erfüllen, damit sie nicht aufbegehren. Nun haben die Kräfte des Sport-Kapitalismus die Spiele unglaubwürdig gemacht.

Es bleibt im Namen des Fair-Play-Sportgedankens zu hoffen, dass die im Raum stehenden Vorwürfe entkräftet werden können. Werden sie jedoch bestätigt, dann steht der Sportwelt ein Armageddon bevor. Denn wer weiss, was sich noch alles hinter den Kulissen der Sportwelt abspielt.


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