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„Nationalmannschaft“ mit Trikot-Werbung

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Der neue Trikotsponsor des FC Barcelona erhitzt die Gemüter auf der iberischen Halbinsel und bei allen Barca-Fans. Der Staat Katar wirbt im Zuge einer Werbeaktion anlässlich der WM 2022 als Hauptsponsor auf den Club-Leibchen. In Katalonien spricht man sogar davon, dass man sich an den Teufel verkauft habe. Der neue Sponsor bricht eine Jahrelange Tradition. Dafür wird es fürstlich bezahlt.

 

Der FC Barcelona ist ein stolzer Fussballclub mit reicher Tradition. Im Jahre 1899 gründete der Winterthurer Hans Gamper, damals auch erster Kapitän und Rekordtorschütze des Vereins mit 120 Toren in 51 Spielen, den heutigen Spitzenverein im südöstlich gelegenen Katalonien in Spanien. Der Verein und seine Fans sahen sich immer als „Nationalmannschaft“ Kataloniens. Daher auch ihr Überbegriff: „mes que un club“, mehr als ein Verein. Als Nationalmannschaft wird es als selbstverständlich gesehen, dass man als Ehrerbietung keine Werbung auf dem Trikot trägt. Höchstens das Logo des Ausrüsters.

Eine Tradition nimmt ein Ende
Der Club konnte dieser Selbstverständlichkeit der Fans lange Zeit gerecht werden. Bis sich der FC Barcelona 2006 das erste Mal entschlossen hat, mit der langen Tradition zu brechen. In Partnerschaft mit UNICEF prangte deren Logo auf der Brust der Katalanen. Jedoch wurde der Verein nicht wie üblich bezahlt, sondern er zahlte selbst jährlich 1.5 Millionen Euro für ein Kinderhilfswerk der UNICEF.

Nun sind die Klubverantwortlichen noch einen Schritt weiter gegangen. Für viele Fans einen Schritt zu weit. Der WM-Ausrichter 2022, Katar, darf laut einem neuen Sponsoring-Vertrag mit dem FC Barcelona eine Werbekampagne auf der Brust der besten Fussballmannschaft der Gegenwart lancieren. Der Verein wird im Zuge dessen, laut einem Bericht von 20-Online, mit 165 Millionen Franken bis im Sommer 2016 belohnt. Gutes Geld für einen Club, der mit über 300 Millionen Euro in der Kreide steht. Bisher glichen jeweils reiche Fans und Mäzene die Verluste aus.

„Man hat sich an den Teufel verkauft“
Der Club verrät laut Johan Cruyff, Barca-Spieler und Trainer Legende, seine Werte. Der FC Barcelona sei, so Cruyff jetzt nicht mehr „mes que un club“, sondern nur noch „un club mes“. Ein Club unter vielen. Nicht mehr der stolze Verein, der auf  Werten wie Freiheit und Toleranz gegründet worden ist. Das sind zumindest die Ansichten jener, die in Katar ein Land sehen, dass als ultramuslimisches Land Werte vertritt, die von deren der Katalanen abweichen. So zumindest lautet der allgemeine Tenor: „Menschenrechte werden dort nicht eingehalten und auch sonst stützt sich das Land mit der Scharia auf eine Rechtsprechung, die wenig mit freiheitlich-demokratischer Grundordnungen zu tun hat.“

Die Katalanische Kolumnistin Pilar Rahola sprach sogar davon, dass die neuen Klub-Bosse entweder unverantwortlich seien oder „sich an den Teufel verkauft haben“. Dass der Teufel gute Löhne zahlt, ist jedoch schon lange bekannt.
 

 


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