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Helvetia greift nach Europa

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Zum zweiten Mal seit der Saison 05/06 spielen 3 verschiedene Clubs aus der Schweizer Liga in der Gruppenphase der Champions- bzw. Europa League. Mit Lausanne-Sport ist sogar das erste Mal ein Verein aus einer 2. Liga in der europäischen Gruppenphase. Die Chancen auf ein Weiterkommen sind für die Teams ziemlich unterschiedlich. Während sich der FC Basel und die Young Boys Bern veritable Chancen auf eine europäische Überwinterung ausrechnen können, wird Lausanne-Sport bemüht sein, jeden Augenblick auf der europäischen Bühne zu geniessen und dabei zu verhindern, dass sich die Doppelbelastung nicht negativ auf die heimische Liga auswirkt. Info8.ch beleuchtet die Chancen der 3 Teams auf dem internationalen Parkett und einen Fixplatz in der Champions League für die Saison 2012/13.

FC Basel
 
In einer Gruppe mit Bayern München, der AS Roma und CFR Cluj ist der FC Basel auf dem Papier klarer Anwärter auf Platz 3, der zur Teilnahme am 1/16-Final der Europa League berechtigt. Die Bayern sind für ihre Verhältnisse schlecht in die Saison gestartet. Ein Sieg gegen Ex-Meister Wolfsburg und eine Niederlage gegen den Traditionsklub und Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern stehen zu Buche. Die Münchner Abwehr ist noch nicht sattelfest und an der Sebener Strasse weigert man sich über Verstärkungen für die Defensive nachzudenken. Trainer Van Gaal setzt mit Badstuber und Contento auf hungrige Eigengewächse, die letzte Saison mit dem Einzug in den Champions League Final gezeigt haben, dass sie auch auf höchstem Niveau mithalten können. Die Offensive der Bayern lässt vielen Trainern das Wasser im Munde zerfliessen. Mit Robben, Ribery, Müller, Gomez, Olic, Klose und dem zurückgekehrten Toni Kroos verfügen die Süddeutschen über einen Sturm, der jede Abwehr in Europa in Verlegenheit bringen kann. Die Verteidiger des FC Basel sind gewarnt!
 
An die AS Roma haben die Basler gute Erinnerungen. Letzten Herbst gab es in der Gruppenphase der Euro League sogar einen 2:0-Sieg im St. Jakobs Park gegen den späteren Italienischen Vize-Meister. Jedoch sollte man bedenken, dass sich die „Giallorossi“ zu diesem Zeitpunkt in einem Tief befanden und die Basler mit diesem Sieg zu ihrem grandiosen Siegeszug an die Tabellenspitze der Super League ansetzten. Auf dem Papier sind die Römer, angeführt von ihrem Capitano Francesco Totti, die klaren Favoriten.
 
CFR Cluj ist die grosse Unbekannte in dieser Gruppe. In der Saison 2008/09 setzten die Rumänen ein europäisches Ausrufezeichen als sie den 3-maligen italienischen Meister und auch diesjährigen Gruppengegner AS Rom 2:1 besiegten. Auch gegen den FC Chelsea gelang den Osteuropäern mit einem 0:0 eine grosse Überraschung.
Diese Saison ist die Mannschaft nicht mehr so stark zu werten wie vor 2 Jahren. Vor allem der Abgang von Offensiv-Allrounder Ciprian Daec, der auf diese Saison hin zu Schalke 04 wechselte, fällt ins Gewicht. Gegen den rumänischen Vertreter sind mindestens 4 Punkte Pflicht. Wenn die Nordwestschweizer sogar in den Achtelfinal wollen, müssen 2 Siege her.
 
Chancen für Basel:
Gruppenrang 1: 10%, Rang 2: 35 %, Rang 3: 45 %, Rang 4: 10 %
 
YB Bern
 
Die Berner Young Boys sind aus Topf 4 der Gruppe H mit dem VfB Stuttgart, FC Getafe und Odense BK zugelost worden. YB-Trainer Vladimir Petkovic hält den 2. Gruppenrang für möglich. Dieser berechtigt zusammen mit dem Gruppensieger zum Einzug in die 1/16-Finals.
 
Seit Christian Gross das Zepter bei den Schwaben übernommen hat, reitet der VfB Stuttgart auf der Erfolgswelle. Mit einem aussergewöhnlichen Siegeszug in der Rückrunde, hievte sich der VfB aus den Abstiegsrängen auf den 6. Platz der deutschen Bundesliga. Jedoch verlief die neue Saison bisher nicht so ganz nach dem Wunsch der Stuttgarter. Nach müheseligen Spielen gegen Molde FK und Slovan Bratislava schafften die Deutschen den Einzug in die Gruppenphase der Euro-League. In den bisherigen 6 Pflichtspielen zeigten die Stuttgarter eklatante Abwehrschwächen, was die Berner mit ihrer guten Offensive ausnutzen müssen. Ein Berner Spieler, der sich wahrscheinlich sehr auf das Duell gegen den nördlichen Nachbarn freut ist David Degen. Der Offensiv-Mann der Young Boys wird sich vielleicht ein Duell mit seinem Zwillingsbruder Phillip Degen liefern, der in dieser Saison vom FC Liverpool zu den Schwaben stiess. Deshalb vielleicht, weil Phillip Degen erst kürzlich am Pfeiffrischen Drüsenfieber erkrankt ist und der Heilungsverlauf meist sehr unterschiedlich verläuft. Gegen den VfB Stuttgart sind die Young Boys klare Aussenseiter.
 
Der FC Getafe ist ein Verein aus einem Madrider Vorort. Viele Fussballinteressierte Schweizer kennen diesen Club wahrscheinlich auch nur deshalb, weil Fabio Celestini (seit dieser Saison bei Lausanne-Sport) 5 Jahre lang seine Fussballschuhe für sie geschnürt hat. Der FC Getafe hat in Roberto Soldado ihren Topstürmer verloren und hatte während der Saisonpause auch sonst noch gewichtige Abgänge. Das Team ist nicht mehr so stark wie letzte Saison. Eine Chance für YB!
 
Auch in dieser Gruppe gibt es eine Unbekannte. Odense FK aus Dänemark. Der Vizemeister von Insel Fünen stellt in Peter Utaka den Torschützen-König der letzt jährigen dänischen Meisterschaft. Auf ihn gilt es besonders acht zu geben. Das Team setzte sich in der Qualifikation für die Gruppenphase gegen Zrinski Mostar und den FC Motherwell aus Schottland durch. Wenn YB in die nächste Runde kommen will, dann sind Punkte gegen Odense absolute Pflicht.
 
Chancen für YB:
Rang 1: 15 %, Rang 2: 35 %, Rang 3: 40 %, Rang 4: 10 %
 
Lausanne-Sport
 
Mit Lausanne ist das erste Mal überhaupt seit der Einführung der Gruppenphase ein unterklassiger Verein in der Europa League (ehemals UEFA Cup) vertreten. Mit Fabio Celestini, der diese Saison vom Berner Gruppengegner FC Getafe kam, ist Stabilität und Erfahrung in die Mannschaft gekommen. Genau das, was es im europäischen Wettbewerb braucht. Ein bis zwei Spieler werden laut Präsident Francois Collet den Club noch verstärken. Das ist auch bitter nötig, will man nicht riskieren, dass durch die Doppelbelastung die Meisterschaft leidet. Aber auch in der Euro-League sollten die Gegner ZSKA Moskau, US Palermo und Sparte Prag vor Lausanne gewarnt sein, denn die Spieler von Trainer Martin Rueda sind immer für eine Überraschung gut.
 
Mit ZSKA Moskau treffen die Spieler vom Genfersee auf den Titelträger von 2005. Dar multi millionen schwere Verein aus der Hauptstadt Russlands verfügt mit dem brasilianischen Internationalen Vagner Love und dem altbekannten Seydou Doumbia über einen Hochklassesturm. Der Kaderwert der Russen (ca. 150 Mio. Franken) ist etwa 10-mal höher als der der Waadtländer. Trotzdem sollten die Moskauer den Schweizer Challenge League-Vertreter nicht unterschätzen. Ansonsten ergeht es ihnen ähnlich wie ihren Stadtrivalen Lok Moskau. Diese haben die Westschweizer auch unterschätzt. Das Ergebnis ist bekannt…
Sollte jedoch alles wie befürchtet ablaufen, erwarten die Lausanner 2 bittere Niederlagen gegen den haushohen Favoriten.
 
US Palermo hingegen hat das weniger glamouröse Team. Der einzig richtige Star ist der italienische Nationalspieler Fabrizio Miccoli. Delio Rossi setzt mehr auf Qualitäten einer gut eingespielten und kompakten Mannschaft als auf Stars. Mit Pajtim Kasami ist auch ein Schweizer U17-Weltmeister auf der Gehaltsliste der Sizilianer. Gegen den 5. Platzierten der italienischen Meisterschaft wird es sehr schwer auch nur ein Tor zu schiessen.
 
Gegen Sparte Prag hat Lausanne-Sport die grössten Chancen auf einen Punktgewinn. Die Tschechen sind vom Glanz früherer Tage meilenweit entfernt. Wo einst Tomas Rosicky und Pavel Nedved ihre Brötchen verdienten, spielen heute Spieler wie Jaromir Blazek und Tomas Repka die tragenden Rollen. Das letzte Mal, dass Sparte Prag in der Champions League kickte, spielte man in einer Gruppe mit dem FC Thun in der Saison 2005/06. Jedoch war nach 6 Spielen und einem 0:0 und 0:1 gegen die Berner Oberländer Schluss mit der europäischen Kampagne. Will Lausanne gegen Prag Punkte holen, sollten sich die Spieler vielleicht ein Beispiel am damaligen Überraschungsteilnehmer nehmen.
 
In der Summe heisst die Devise für Lausanne-Sport aber auch für die übrigen 2 Schweizer Teams: „Hinten dicht halten so lange es geht und auf Kontermöglichkeiten hoffen.“
Natürlich ist Konter nicht die Waffe für jedes Spiel. Aber wollen die Westschweizer ihre Chancen wahren, bleibt nichts anderes übrig.
 
Chancen für Lausanne:
 
Rang 1: 2 %, Rang 2: 8 %, Rang 3: 20 %, Rang 4: 70 %
 
Auf jeden Fall können wir uns auf den Fussballherbst freuen. Mit Basel und YB ist die Schweiz gut vertreten und Lausanne kann nur noch gewinnen.
 
Wollen die Schweizer Vereine in der Saison 2012/13 fix mit einem Vertreter in der Champions League Gruppenphase starten, müssen die jetzt engagierten Clubs die Erfolge der Saison 2005/06 toppen. Denn die Vergabe der Startplätze in der Champions League und der Europa League bzw. der jeweiligen Qualifikationsrunden erfolgt über die 5-Jahres Wertung der UEFA. Die Rangliste dieser Wertung ergibt sich aus den Resultaten der Clubs des jeweiligen Sportverbandes jedes Landes. Für einen Sieg in der Champions bzw. Europa League gibt es 2 Punkte, für ein Unentschieden 1 Punkt. In der Qualifikation bekommt man die Hälfte.
 
Die Schweiz belegt in dieser 5-Jahreswertung den 16. Rang. Der 13. Rang berechtigt zu einem fixen Startplatz in der Champions League Gruppenphase. Den Schweizern momentan noch vor der Sonne stehen die Schotten und Belgien. Schottland ist nur mit den Glasgow Rangers in der Champions League vertreten. Belgien mit Gent, Anderlecht und Brügge gleich wie die Schweizer 3-Mal. Jedoch ausschliesslich in der Europa League. Die Chancen, dass die Schweiz Belgien und Schottland in der 5-Jahres Wertung überholt, stehen gar nicht so schlecht. Jedoch ist dies nur zu schaffen, wenn die Vertreter heuer besser spielen als in der Saison 2005/06 der FC Thun, GC und Basel. Damals war nach 4 Punkten in der Champions League und dem Ausscheiden gegen den Hamburger SV in den Sechzehntelfinals des UEFA Cups Schluss für den FC Thun. Die Grashoppers blamierten sich vollends und fielen ohne Punkte aus dem Wettbewerb. Der FC Basel hatte damals seine erfolgreichste Europa Kampagne in der Clubgeschichte und erreichte das Viertelfinal des UEFA Cups mit 4 Siegen und 2 Unentschieden. Damals war der spätere Finalist FC Middlesbrough eine Nummer zu gross für den Schweizer Meister.
 
Führt man sich nun all die Fakten vor Augen und geht davon aus, dass diese Saison genau so erfolgreich wird wie vor 5 Jahren, dann stellt der Schweizer Verband in der Saison 2012/2013 einen Fixstarter in der Champions League. Jedoch nur im Falle, dass die Glasgow Rangers oder die 3 belgischen Vertreter nicht markant erfolgreicher spielen als Lausanne, YB und Basel. 

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