Raffa und Liebrand für Rückkehr zur Sachpolitik

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Grafik: Info8.chIn letzter Zeit war die Luft dick zwischen Gerardo Raffa (EVP) und Anian Liebrand (JSVP). Es mag der Eindruck entstanden sein, die beiden Nationalratskandidaten lieferten sich eine persönliche Fehde. Um zur Sachpolitik zurückzukehren und zu gegenseitigem Respekt und Akzeptanz aufzurufen, haben die beiden das „Kriegsbeil“ nun mit einer gemeinsamen Stellungnahme offiziell begraben.
 
Gerardo Raffa bedauert darin, dass der Eindruck entstand, er vermute Anian Liebrand (Redaktor von Info8.ch) persönlich hinter den an ihn anonym gerichteten Drohungen: „Ich habe nie einen politischen Mitbewerber persönlich dafür verantwortlich gemacht. Dass dieser Eindruck entstanden ist, tut mir leid. Dies wurde falsch interpretiert.“ Anian Liebrand wiederum verurteilt die menschenverachtenden Drohungen gegenüber Raffa aufs Schärfste und ruft auch die sogenannte „Trutherszene“ auf, wachsam zu sein gegenüber eventuellen rassistischen oder antisemitischen Trittbrettfahrern: „Das ist unterste Schublade und absolut inakzeptabel.“
 
Dass Liebrand mit seinem Wahlteam eine Kreide an Gerardo Raffa verteilte, verstand er als humoristische Reaktion auf Raffas kritischen „Al Kreida“-Beitrag im Internet. Raffa nahm dies sportlich und hatte sich bei Liebrand auch persönlich dafür „bedankt“. Er betont aber, dass er in einigen Themen mit Liebrands Politik nicht einverstanden ist. Er werde sich auch in Zukunft das Recht nehmen, den JSVP-ler und die sogenannte „Trutherszene“ kritisch zu begleiten.
 
„Kritik ist absolut in Ordnung“, sagt Liebrand. „Es ist einfach wichtig zu wissen, dass man sich im politischen Umgang mit offenem Visier begegnen sollte und wir beide dies weiterhin so tun wollen“. Und Raffa: „Ich fordere die anonymen Schreiber auf, ihre antisemitischen und rassistischen Kommentare sofort einzustellen und wenn sie noch etwas Anstand haben, sich persönlich bei mir zu entschuldigen. Den Grundstein für weitere künftige sachpolitische Auseinandersetzungen mit Respekt, haben Liebrand und ich damit gelegt.“
 
In ihrer Ausgabe vom 5. Oktober 2011 berichtet auch 20 Minuten über die „Versöhnung im Politiker-Zoff“: Gerardo Raffa und Anian Liebrand begraben „Kriegsbeil“
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