Dienstag, 12. Dezember 2017

Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Mit Intoleranz und Unverständnis in eine gemeinsame politische Zukunft?

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Hallo, darf ich Ihnen ein paar Fragen stellen? Ist das Brot eines dunkelhäutigen Bäckers zwangsläufig schlechter als dasjenige eines Hellhäutigen? Ist die Idee eines ungebildeten Menschen zwangsläufig weniger gut als diejenige eines Gebildeten? Ist ein „linkspolitischer“ Mensch zwangsläufig sozialer als ein „Rechter“? Ist ein „rechtspolitischer“ Mensch zwangsläufig rassistischer als ein „Linker“?

 
Ich denke, heutzutage sollte sich jeder bewusst sein, dass sich keine dieser Fragen mit einem Ja beantworten lässt... oder etwa doch nicht? Leider ist zwischen den Fronten unserer meist aus Prinzip verfeindeter Links/Rechts-Politik genau dieses vorurteilsbehaftete Trotz-Verhalten zu beobachten.
 
Daraus resultieren oft solche subjektiven Behauptungen wie: „Dieses hinterlistige kiffende linke Pack macht doch nur Krawall, die wollen unsere Schweiz zerstören und blenden UNSERE Probleme aus“. Oder: „Diese rechten Rassisten achten doch nur auf sich selbst, wollen uns schaden, und blenden UNSERE Probleme aus“.
 
Da stellt sich doch so manchen die Frage, wer ist dieses „UNS“, das uns spaltet? Gibt es etwa so viele völlig unterschiedliche Vorstellungen von Glück und Wohl in unserer Schweiz? Ist es nicht das Glück und Wohl der Bevölkerung, worauf unsere Politik gepolt ist?
 
Sind die Meinungen und Anliegen im Schweizer Volk tatsächlich so verschieden, dass sich kein Konsens mehr finden lässt und sich jetzt eine politische Partei durchsetzen muss, um ihre Anhänger glücklich zu machen? Wer sind nun die Guten? Wer sind die Bösen?
 
Ich folge der Überzeugung, dass das primäre Problem dieser „Spaltung“ (die wohl immer wieder in der Geschichte der Menschheit vorkommt) auf das fehlende Interesse, den anderen verstehen zu wollen und auf eine aggressive Weise, nur blind seinem eigenen Horizont zu folgen, zurück zu führen ist. Vielleicht liegt es an falschem Stolz, mit unseren Ansichten und Meinungen nicht falsch liegen zu wollen und so kommt es, dass wir sie, unsere doch so absoluten Ansichten, aufs letzte Blut verteidigen.
 
Seien wir doch ehrlich: Es bringt nichts, sich gegenseitig mit Anschuldigungen zu bekämpfen, welche die jeweilige Gegenpartei sowieso nicht verstehen will. Wäre es nicht viel sinnvoller, eine Diskussion mit dem Andersdenkenden zu suchen, ohne dabei der Führung von Emotionen oder des Egos zu unterliegen?
 
Auch wenn sich andere vielleicht auf eine Art und Weise für eine Sache einsetzen, die man selbst nicht verstehen kann. Es geht darum, ein Verständnis für sie zu entwickeln. Nicht um den Andersgläubigen innerlich auf ein tieferes Niveau herabzustufen. Ist es nicht gerade das, was mir oder der Gesellschaft prioritär sowieso nur schaden will?
 
Anstatt sich unter Gleichgesinnten von diesen anderen auf eine herablassende Art und Weise abzugrenzen, mit der Rechtfertigung, dass man doch nur Gutes will. Natürlich liegt es in der Natur des Egos, seine Sympathie auf Gleichgesinnte zu verteilen und Andersdenkenden zu misstrauen. Jedoch ist es keinesfalls unmöglich, wenn nicht sogar notwendig, diesem alten Denken zu entfliehen und Verständnis für jeden Einzelnen zu entwickeln.
 
Ein Verständnis zu entwickeln heisst nicht, die Meinung des Gegenübers zu übernehmen. Es heisst lediglich, den anderen mit seinen Problemen und Anliegen zu verstehen und zu akzeptieren. Dies erreicht man nur, wenn man gewillt ist, sich mit den Andersgläubigen auseinander zu setzen und sachlich zu diskutieren.
 
Damit meine ich nicht, Meinungsdiskussion oder wohl eher Meinungsschlachten, wie sie via Medien oder z. B. in der Fernsehsendung „Arena“ geführt werden, die meist nur dazu dienen, möglichst viele Menschen von der Richtigkeit seiner Ansicht zu überzeugen, anstatt einen gemeinsamen Konsens zu finden und die Grenzen zwischen dem Volk aufzulösen. Denn ich bin überzeugt, dass wohl jede politische Partei im Kern das Ziel hat, die Schweiz und ihre Bürger in eine bessere Zukunft zu führen, ohne dabei das Leid auf andere zu übertragen.
 
Mein oben beschriebenes Anliegen ist keinesfalls nur auf „die Linke“ oder „die Rechte“ Seite abzuwälzen, sondern betrifft alle in derselben Form. Des Weiteren bin ich mir sehr wohl bewusst, dass es sehr schwierig ist für den Menschen, einen Andersdenkenden zu verstehen. Vor allem, wenn man für eine Sache brennt. Jedoch braucht man den Willen oder die Grösse, es zu versuchen und plötzlich stellt man fest, dass der Andersdenkende vielleicht doch nicht so anders denkt, wie man glaubte.
 
Damit mich niemand falsch versteht: Ich will hier keinesfalls Partei ergreifen. Ich bin weder links noch rechts, ich bin „nur ein“ empörter Bürger der nicht mehr glaubt, dass diese durch Parteien gespaltene Ego-Politik weiterhin eine gemeinsame friedliche Zukunft bringen wird.

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