Samstag, 18. November 2017

Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Nein zum Alkoholverbot ab 22.00 Uhr!

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Anian LiebrandGeht es nach dem Ständerat, ist es dem Detailhandel bald verboten, von 22 bis 6 Uhr Alkohol zu verkaufen. Die grosse Mehrheit wird einmal mehr für das Überborden einer kleinen Minderheit kollektiv bestraft. Hurra, es lebe der Polizei- und Kontrollstaat! Das nächtliche Verkaufsverbot für Alkohol trifft neben dem Detailhandel auch Pizzakuriere und das Gastgewerbe, denen Auslieferung und Verkauf über die Gasse untersagt werden soll. Im Visier der Regulierungsfanatiker, die im Ständerat offenbar eine Mehrheit bilden, steht primär das Ausgehverhalten einiger Jugendlicher, bzw. dessen Begleiterscheinungen.

Getreu dem vorherrschenden Zeitgeist „verbieten, regulieren, bevormunden – Staat aufblähen“ soll ein aufgebauschtes Problem von oben herab mit der Brechstange behoben werden. Derweil macht sich bei uns Jungen verständnisloses Kopfschütteln breit. Denn jeder weiss: Wer sich billig betrinken will, kauft sich seinen Alkohol einfach noch früher. Dies tun gewisse auch dann, wenn die Steuern auf Spirituosen mittels neuen Mindestpreisen weiter aufgeschlagen werden – was zwar die Staatskasse freut, das Rauschtrinken und Littering aber keinesfalls nachhaltig bekämpft.

Vielmehr bestraft das Alkoholverbot ab 22 Uhr die absolut grosse Mehrheit der friedlichen Geniesser aller Altersgruppen, die sich nachts nach dem Fussballmatch oder einem Volksfest noch ein Bier um die Ecke gönnen möchte. Nach der Hexenjagd gegen die Raucher, die in flächendeckenden Rauchverboten in Gastlokalen gipfelte, scheinen lustfeindliche Gesundheitsfanatiker aller Couleur nun den Alkoholgenuss ins Visier genommen zu haben. Die Exzesse einiger weniger bilden die Grundlage, alle zu bestrafen.
 
Überhaupt regt mich die scheinheilige Empörung über die ach so masslosen Jungen auf. Seien wir ehrlich: So schlimm ist unsere Generation doch gar nicht! Schon immer haben Jugendliche ihre Grenzen ausgelotet und dabei gerne mal übertrieben. So normal es ist, mal „einen Seich“ zu machen, sollen sie doch auch mit dem Alkohol ihre Erfahrungen machen dürfen. Wichtig ist dabei ein stabiles Familienumfeld, das die Jungen zur Verantwortung erzieht.
 
Klar haben sich einige nicht im Griff. Auch das achtlose Wegwerfen von Flaschen und Gegenständen ist leider ein gesellschaftliches Problem und zeugt letztlich von weit verbreiteter Charakterlosigkeit. Wenn aber 15-jährige Rauschtrinker, die ins Spital eingeliefert werden, für die Kosten, die sie verursachen, selber aufkommen müssen, hört der Spass schnell auf, da bin ich mir sicher. Eine fantasielose Verbotskultur ist dagegen fehl am Platz.

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