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Comic "Hotnights": Subventionierte sexuelle Animation für Teenager von BAG, Migros, Sexuelle Gesundheit Schweiz

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Bild: schulverlag.chEine Stellungnahme des Bündnisses Christliche Schweiz (BCS):
 
Bereits Ende November 2012 erschien der Comic "Hotnights" im Schulverlag plus AG. Er richtet sich an Jugendliche ab 13 Jahren und wird momentan als neues Lehrmittel in verschiedenen Schulen eingeführt. Er erzählt die verflochtenen Geschichten von Jugendlichen auf der Hintergrundkulisse einer Open-Air-Veranstaltung. Sexualität wird dabei als weitgehend billiges Konsumgut dargestellt. Eine Sprache voller fragwürdiger, teils perverser Ausdrücke und Obszönitäten soll die Jugendlichen "da abholen, wo sie sind".
 
Ist wirklich eine Mehrheit der Jugendlichen dort, wo sie die Autoren einschätzen? Oder wollen die Autoren die Jugendlichen dort hinbringen? Abgesehen davon enthält die Broschüre unwissenschaftliche und lückenhafte Aussagen sowie eine Menge Produkteplatzier-Werbung. Das BCS suchte - leider vergeblich - das persönliche Gespräch mit der als Sponsor auftretenden Migros und dem zuständigen Bundesamt für Gesundheit (BAG) und Bundesrat Berset. Das BCS fordert den Rückzug dieser Broschüre und eine Distanzierung der Migros. Bundesrat Berset soll dafür garantieren, dass keinerlei Subventionen an die durch das BAG vorgeschobene Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz mehr ausgeschüttet werden. Mit dieser Broschüre hat sich diese tendenziöse Stiftung, welche monopolartig die Ausbildung von Sexualpädagogen in der Schweiz kontrolliert, endgültig deklassiert.
 
Das "Bündnis Christliche Schweiz" (BCS) ist eine Arbeitsgruppe von Christen aus verschiedenen Kirchen. Das BCS wurde 2008 gegründet mit dem Ziel, die Schweizer Gesellschaft gemäss christlichen Leitwerten zu gestalten. Die Arbeitsgruppe engagiert sich sowohl in der öffentlichen Diskussion relevanter gesellschaftlicher Themen als auch in der politischen Arbeit, die zur Änderung der angemahnten Zustände führen soll. Bisher haben sich acht Organisationen mit insgesamt mehr als 100'000 Mitgliedern/Sympathisanten angeschlossen.
 
Bild: ZVGIn einem offenen Brief vom 28. Februar 2013 an Direktor Herbert Bolliger forderte das BCS die Distanzierung der Migros. Leider behauptet die Migros gar, diese Broschüre sei bestens mit den Grundsätzen von Firmengründer Gottlieb Duttweiler vereinbar. Das Kulturprozent der Migros vergünstigt den Kauf der Broschüre um 20%.
 
Von Bundesrat Berset als Vorgesetztem des BAG erhielten wir die indirekte Antwort durch einen Subordinierten: "Aus Sicht des Bundesrats spricht deshalb nichts gegen ein Lehrmittel wie 'Hotnights'; auch wenn dieses aus moralischen oder weltanschaulichen Gründen nicht von allen in der Schweiz lebenden Personen gutgeheissen wird (...). Es ist nicht am Bundesrat, eine Wertung dieser Lebensweisen vorzunehmen. Basierend auf dem Epidemiengesetz ist es vielmehr Aufgabe des Bundes, die Menschen darin zu unterstützen, sich bei sexuellen Begegnungen vor sexuell übertragbaren Infektionen zu schützen. Die Subvention an Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGS) ist konform mit dem NPHS [Nationales Programm HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen], ohne dass damit der Bund für den Inhalt der von SGS erarbeiteten Produkte verantwortlich ist." Das BAG subventioniert bis zu 90% die laufenden Ausgaben der Stiftung Sexuelle Gesundheit Schweiz (Beispiel 2011: Betriebsaufwand: CHF 869'880.-; davon CHF 575'000.- "Subvention BAG" + CHF 220'000.- des BAG für die Finanzierung der Leistungen Achse 1NHPS 2011-2017 / Total Anteil BAG am Betriebsaufwand: 91,4%)*; und behauptet dann, für den Inhalt einer mit den Subventionen bezahlten Broschüre in keiner Art und Weise verantwortlich zu sein.
 
In der Broschüre wird eine sehr einseitige und nur von einer Minderheit von Jugendlichen so gelebte Sexualität dargestellt. Damit wird in erster Linie ein tendenziöser sexueller Lebensstil als "gute Norm" propagiert, der die Sexualität als Konsumgut darstellt. Zudem wird eher etwas dafür getan, die Übertragung der an sich schon zunehmenden sexuellen Krankheiten weiter zu fördern. Das hat aber nichts mit Prävention zu tun, sondern mit deren purem Gegenteil. Ist das jetzt der "neue Stil" des BAG: Andere subventionieren, damit man seine Hände immer in Unschuld waschen kann? Übrigens: Am 22. September 2013 wird über das neue Epidemiengesetz (EpG) abgestimmt. Dieses enthält noch viel explizitere Grundlagen, um die Subvention solcher Broschüren und die Zwangssexualerziehung in Schulen unter dem Vorwand der Prävention sexuell übertragbarer Krankheiten zu fördern. Dieser Comic ist lediglich ein Vorgeschmack davon. Sie finden die gesamte Korrespondenz mit Migros und Bundesrat Berset unter folgendem Link: http://www.buendnis-c.ch/40801.html

Kommentare  

 
+1 #1 Daniel Caduff 2013-09-20 11:20
Woher wollen Sie denn wissen, das diese Form der Sexualität nur von "einer Minderheit der Jugendlichen" so erlebt oder gelebt wird? Zudem vermisse ich bei Ihnen eine Quellenangabe zu den angeblich wissenschaftlic hen Falschaussagen in dem Comic. Und nicht zu letzt ist mir nicht klar, wieso eine christliche Organisation sich in den Lehrplan der Schule einmischen soll / will. Wir leben in einem säkularen Staat, in dem Schulen religiös neutral zu sein haben.
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