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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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„Investigate 9/11“

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Zum zehnten Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 veranstaltete Info8.ch am letzten Samstag eine öffentliche Infoveranstaltung im Hotel Montana über die offenen Fragen der Terrorakte, die ein ganzes Jahrzehnt danach immer noch im Raum stehen und noch nicht zufriedenstellend beantwortet wurden.

In der ganzen Schweiz wurden über das Wochenende Mahnbotschaften mit Kreide auf den Boden gemalt, die vor allem Stichworte wie 9/11, WTC 7, Krieg, Frieden und Liebe enthielten. In Zürich lud „We Are Change“ zur „Raise the Love, Lower the Fear“ – Party. Das ganze Wochenende war bepackt mit Nostalgie an die dunkelsten Stunden unserer modernen Geschichte.

Ein voller Erfolg
Wäre die Wahrheitssuche über den Grund der Kriege in der heutigen Zeit eine sportliche Disziplin, dann hätte das Seminar „9/11 – was geschah wirklich?“ vom zehnten September 2011 das Prädikat „Weltklasse“ verdient. Nach einem einstündigen Einwärmprogramm mit Filmausschnitten aus einer ZDF-Reihe zum Thema World Trade Center 7 begann der Infoanlass um ca. 19.00 Uhr mit einem Referat des Basler Historikers Daniele Ganser. Der Friedensforscher mit Wurzeln im Tessin präsentierte seinen Vortrag „The terrorist attacks of September 11 2001 – What do we know ten years later? A historical investigation“ vor über 130 Zuschauern, welcher in Zusammenarbeit mit der Indiana University entstand und ursprünglich in Englisch gehalten wurde. Diesmal in deutscher Sprache begeisterte Ganser mit sehr viel Charisma und einer sachlichen wissenschaftlichen Betrachtung das Publikum. Er zeigte die Beweislage für die, in den USA vor allem gebräuchliche, Suprise- bzw. LIHOP- oder MIHOP-Theorie. Frei übersetzt: „Überraschungsangriff der Al Kaida - Theorie“, „Die USA haben es geschehen lassen – Theorie“ oder „Die USA haben es selbst inszeniert – Theorie“. Anschliessend referierten der Architekt und Uhren- Designer John C. Ermel und der Ingenieur Markus Weber-Sutter über die physikalischen Ungereimtheiten des Vorfalls.

Debatte ohne Angst
Obwohl mit Information fast schon überladen, bot der Abend ein kurzweiliges Programm. Mit einer halben Stunde Verzug begann der zweite Teil ab ca. 21.30 Uhr. Der jurassische Nationalrat Dominique Bättig sprach während kurzen aber intensiven fünf Minuten über seine Bemühungen im Parlament, verschwiegene Themen zu untersuchen. Im anschliessenden Podium gesellte sich dann auch noch die Luzerner Nationalrätin Yvette Estermann zu den Herrn Ermel, Ganser und Weber-Sutter und beantwortete die Fragen des Moderators und des Publikums. Nationalrat Bättig musste leider schon vor dem Podium den Heimweg antreten und bekam deshalb vorzeitig, wie die anderen Referenten später auch, eine Dankestorte der Info8.ch-Redaktion. Die Fragerunde beschäftigte sich unter anderem mit der Rolle der Medien beim Thema 9/11, die Auswirkungen auf die Schweiz und die Methodik gewisser Kreise eine Aura der Angst zu verbreiten, damit Politiker und Akademiker an solchen Veranstaltungen nicht teilnehmen. So wie es Pius Segmüller und Yvette Estermann widerfuhr. Nur konnte die SVP-Politikerin aus der Slowakei, im Gegensatz zum CVP-Politiker Segmüller, der Einschüchterung entschlossen entgegnen und ihre Ideale vertreten.

Wirkung nicht verfehlt
Traurig Tatsache des Abends war das Nichterscheinen von anderen Medien. Lediglich ein Journalist einer Elektro-Fachzeitschrift entschied sich aus Eigeninteresse an der Veranstaltung teilzunehmen. Andere geladene Medienvertreter, wie zum Beispiel Tele 1, welche sich sogar angemeldet haben, erschienen nicht. Der Medienboykott dieses immerhin ersten öffentlichen 9/11-Anlasses mit schweizweiter Ausstrahlung ist trotzdem nur eine Randnotiz. Denn wenn man bedenkt, dass Unbekannte in der Nacht zum Sonntag mit weisser Kreide „Investigate 9/11“ gross vor den Bahnhofseingang in Luzern und auf die Mauer an der Seebrücke geschrieben haben und die Redaktion von Info8.ch nichts davon gewusst hat, dann scheint der Grundgedanke dieses Anlasses seine Wirkung nicht verfehlt zu haben.

Bildstrecke vom Anlass

Daniele Gansers Vortrag auf Englisch


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