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Bahndreieck Luzern Nord – ernsthafte Alternative zum Tiefbahnhof

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Das Bahndreieck Luzern Nord auf der Landkarte (Bild: ZVG)Am Dienstag, 23. April 2013, präsentierten namhafte Fachkräfte um das Architektenpaar Martin und Karin Simmen sowie Rechtsanwalt Viktor Rüegg ein sauber durchdachtes Alternativkonzept zur Verbesserung der Verkehrssituation in der Agglomeration Luzern. Ein neu konzeptionierter Durchgangsbahnhof südlich der Gemeinde Emmen – das „Bahndreieck Luzern Nord“ – soll eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zum festgefahrenen Prestigeprojekt Tiefbahnhof Luzern darstellen.

Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte der Verein Bahndreieck Luzern Nord sein Projekt im Restaurant Regatta am Rotsee. Seine Vertreter erläuterten dabei ihre Argumente und formulierten ihre Kritik am Tiefbahnhof Luzern. Die präsentierte Kostenprognose soll zudem aufzeigen, dass die Finanzierung des Bahndreiecks im Vergleich zu anderen Szenarien absolut machbar wäre – wenn denn der politische Wille bei den Luzerner Behörden vorhanden wäre.
 
Angesichts der erwarteten, rasanten Zunahme der Pendlerströme in der Agglomeration Luzern in den nächsten Jahren ist das Projekt auf jeden Fall ein bedeutender Beitrag für die Entwicklungsperspektiven des ganzen Kantons Luzern. Um die Meinungsvielfalt zu gewährleisten, veröffentlicht Info8.ch fortfolgend die Unterlagen des Vereins Bahnhofdreiecks und wird die Weiterentwicklung dieses interessanten Lösungsansatzes weiter begleiten.
 
Das spricht FÜR die Alternative „Bahndreieck Luzern Nord“
 
Um die ökologisch erwünschte Optimierung des Bahnverkehrs in der Zentralschweiz nicht zu verpassen, tut es Not, unverzüglich auf Alternativen zum Tiefbahnhof einzuschwenken. Der Verein Bahndreieck Luzern Nord bezweckt die Durchsetzung der in jeder Hinsicht überlegenen Lösung eines Bahndreiecks im Norden von Luzern.
 
Das Projekt besteht im Wesentlichen aus vier Komponenten:
 
1. Ausbau Rotseestrecke auf Doppelspur
2. Station Luzern Nord
3. Schlaufe Emmenbrücke – Rotsee über die Reuss
4. Ausbau der Strecke Fluhmühle - Bahnhof Luzern City auf drei Spuren
 
Weniger Geld – grösserer Nutzen
 
Das Bahndreieck Luzern Nord ist bedeutend günstiger zu haben. Es kann im Vollausbau für lediglich 700 Mio. CHF realisiert werden. Im Gegensatz zum erheblich teureren Tiefbahnhof, welcher mit über 2 Mia. CHF zu prognostizieren ist, ist das Bahndreieck Luzern Nord etappierbar. Jede einzelne verwirklichte Etappe bringt schon einen Nutzen.
 
Mit der Schlaufe Emmenbrücke – Rotsee entsteht eine Durchmesserlinie Basel – Gotthard, bzw. Zürich. Diese Strecke ist um mehr als 3 km kürzer und bedeutend schneller als eine über den Durchgangstiefbahnhof führende Nord-Süd-Verbindung. Nebst der Option, internationale Züge wieder vermehrt über Luzern zu führen, bietet diese Schlaufe die Möglichkeit von direkt geführten Zügen aus dem Raum Sursee nach Zug und Zürich.
 
Die neue Station Luzern Nord dient einerseits der Entlastung des Strassennetzes der Luzerner Kernstadt, besonders im Bahnhofbereich. Andererseits entlastet sie den Bahnhof Luzern City, indem namentlich Züge der neuen Nord-Süd-Durchmesserlinie nur dort anhalten werden. Auch Pendelzüge zwischen Luzern und Zürich werden dort einen Zwischenhalt einlegen. Zugsreisende mit Wohnsitz ausserhalb der Luzerner Kernstadt werden in Zukunft auf dieser Station ein- und aussteigen. Der Bahnhof Luzern City soll Hauptbahnhof bleiben.
 
Die Bahnstation Luzern Nord hat – gleich wie das Tiefbahnhof-Projekt – vier Gleise, welche an dieser Stelle problemlos in der für internationale Züge geforderten Perronkantenlänge von 420 m gebaut werden können. Die Perrons befinden sich auf dem leicht erhöhten Niveau des heutigen Bahntrassees. Ein Stockwerk darunter, auf der Höhe des gewachsenen Bodens der Rotsee-Ebene, ist die Buszufahrt.
 
S-Bahn-Optionen – ein Muss!
 
Das Bahndreieck Luzern Nord eröffnet wertvolle Ausbaumöglichkeiten für den Regional- und S-Bahnverkehr. Der Ausbau der Zufahrten zum Bahnhof Luzern City ab Fluhmühle auf drei Spuren erlaubt die wichtige Förderung des S-Bahnverkehrs. (Von der Fluhmühle bis zur Brücke über die Baselstrasse beim Sentihof ist ein drittes Gleis bereits vorhanden). Diese zusätzliche Spur ermöglicht nebst einer Fahrplanverdichtung auf dem stark belasteten Streckenabschnitt die Errichtung von S-Bahnstationen, zum Beispiel beim Kreuzstutz und beim Paulusplatz (für Ein- und Ausstieg von Kriensern und Horwern).
 
Das Bahndreieck Nord bietet noch weitere Optionen für den Aufbau eines engmaschigeren S-Bahnnetzes. So zum Beispiel eine Verbindung der Station Luzern Nord mit dem Bram-bergtunnel. Damit entsteht eine weitere Durchmesserlinie Emmen - Küssnacht mit der Möglichkeit einer S-Bahnstation Schlossberg.
 
Dass Kriens dereinst ans S-Bahnnetz angeschlossen sein wird, ist wohl eher unwahrscheinlich. Mit der zukünftigen Entlastung des Sonnenbergtunnels vom Nationalstrassenverkehr eröffnet sich aber die Möglichkeit von Bus-Schnellverbindungen von Kriens nach der Umsteigestation Luzern Nord.
 
Bessere Erschliessung
 
Da das Wachstumspotential der Agglomeration Luzern vorwiegend im Norden liegt, bewegt sich der Siedlungsschwerpunkt stetig vom Bahnhof Luzern City weg. Namentlich in Emmen ist ein grosses städtebauliches Entwicklungspotential vorhanden (Seetalplatz, Industrie-Areale). Die projektierte Lage der Bahnstation Luzern Nord kommt dieser Tendenz in idealer Weise entgegen. Die Strassenerschliessung lässt sich mit geringem Aufwand vom Cityring über den Anschluss Lochhof und einem lediglich 200 m langen Tunnel bewerkstelligen. Als weitere Erschliessungsmöglichkeit ist eine direkte Verbindung zum Seetalplatz durch einen kurzen Reusseggtunnel denkbar. Optimal ist die Nähe zum Anschluss ans Nationalstrassennetz.
 
Idealer Standort für Busterminal
 
Der Standort bei der Station Luzern Nord bietet die Möglichkeit eines neuen zentralen Busterminals. Mit einer ebenen Fläche von 35'000 m2 steht doppelt soviel Platz wie vor dem Bahnhof Luzern City zur Verfügung.
 
Minimale Störungen während der Bauzeit
 
Die durch die Bauarbeiten hervorgerufenen Störungen sind unvergleichlich geringer als beim Projekt Tiefbahnhof. Das empfindliche Gebiet um den Bahnhof Luzern City bleibt unangetastet. Ein Grossteil der Baustellen befindet sich ausserhalb des Siedlungsgebietes. Die Bauzeit für den Vollausbau des Bahndreiecks Luzern Nord ist wesentlich kürzer als die veranschlagten sechs Jahre beim Tiefbahnhof, und die Störungen der vorhandenen Verkehrsstrukturen sind minimiert. Die gravierenden ökologischen Nachteile und geotechnische Risiken, wie sie beim Tiefbahnhof anfallen würden, entfallen allesamt.
 
Dokumente zum Herunterladen
 

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