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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Fall Kriens: Kopftuchtragende Kindergärtnerin wirft hohe Wellen

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Das Schulhaus Kriens Roggern 1 (Bild: kriens.ch)Der Fall der muslimischen Kindergärtnerin, die in Kriens mit Kopftuch unterrichtet (Info8.ch berichtete), wirft hohe Wellen. Nun fordert die SVP Kriens eine politische Aufarbeitung des Vorfalls. Gegenüber „20 Minuten“ nimmt der Krienser Rektor Markus Buholzer Stellung und der Islamische Zentralrat stellt sich hinter die betroffene Lehrperson.
 
Kurze Zeit, nachdem der „Fall Kriens“ publik wurde, wird der klare Rechtsverstoss nun auch politisch aufgearbeitet. Die SVP-Ortspartei Kriens reichte am Freitag, 14. Juni 2013, eine dringliche Anfrage ein. Die SVP möchte wissen, wie die Krienser Schulbehörden dazu kommen, „klammheimlich eine solche Person (...) den Krienser Kindergartenschülern zuzumuten und erst noch klar gegen gängige Rechtsprechung zu verstossen.“ Weiter fragt die SVP, ob Kinder von Eltern, die einen Unterricht von einer Kopftuch tragenden Lehrperson ablehnen, „die Möglichkeit erhalten, die Klasse zu wechseln.“ Und: „Welche Rolle spielt in diesem Fall die Lehrtätigkeit der Krienser Moschee?“. Es sei schliesslich bekannt, „dass deren Existenz Gläubige mit pointiert islamistischem Gedankengut an sich bindet“.
 
Ebenfalls zu Wort gemeldet hat sich der Islamische Zentralrat (IZRS). Der umstrittene fundamentalistische Verein, dem investigative Journalisten eine nachhaltige Finanzierung aus arabischen Staaten nachweisen konnten, schreibt, dass die Rechtslage aus seiner Sicht doch nicht so klar sei. Im Kanton Luzern fehle die gesetzliche Grundlage, „um Lehrpersonen das Tragen des islamischen Hijabs (islamisch begründete Ganzkörperbedeckung für Frauen, Anm. d. Verfassers) prinzipiell zu verbieten“. Luzern sei im Vergleich zu Genf „kein laizistischer Kanton“ und das Tragen eines Kopftuchs tangiere „die weltanschauliche Neutralität der Schule nicht“.
 
Die vom Zentralrat beschworene unklare Rechtslage widerspricht den Ausführungen des Krienser Schulrektors Markus Buholzer, für den der Rechtsverstoss „bekannt“ gewesen sei sowie den eindeutigen Richtlinien des Schweizer Lehrerverbands. Buholzer hielt, wie oben erwähnt, klar fest, dass die erwähnte Lehrperson bloss aus einer Notsituation heraus und nur zeitlich befristet angestellt worden sei. Gegenüber „20 Minuten“ betont er jedoch, dass für die Volksschule Kriens „kein Anlass zu einer Neubeurteilung der Lage“ bestehe. „Die betroffene Lehrperson hat mir gegenüber beteuert, sie sei nicht aktiv in den islamischen Foren“, wird Rektor Markus Buholzer von „20 Minuten“ zitiert.
 
Auch die Bezugnahme des Islamischen Zentralrats zu einer neutralen Schule verwundert. Der Verein fällt sonst regelmässig durch religiös motivierte Forderungen nach Sonderrechten, wie dem nach Geschlechtern getrennten Schwimmunterricht, auf. Der vom Zentralrat ebenfalls kreierte Zusammenhang, dass sich viele Luzerner mit ihrem Widerstand gegen das Abmontieren von Kruzifixen explizit gegen eine strenge Trennung zwischen Kirche und Staat ausgesprochen hätten, hinkt. Vielmehr ging es darum, dass Traditionsbrüche, also das Abhängen von Kruzifixen, für unnötig erachtet werden. So wurden praktisch nirgend neue Kruzifixe an Schulen gefordert - man wehrt sich aber gegen die Demontage von Schuleinrichtungen, die zur katholischen Geschichte des Kantons Luzern gehören.
 
Aufschlussreicher ist das Faktum, dass der Islamische Zentralrat offenbar „mit der betroffenen Kindergärtnerin zwecks Informationsabgleich in Kontakt“ stehe, wie er in seinem Communiqué gleich selbst schreibt. Dies erhärtet den Verdacht, dass die Kindergärtnerin tatsächlich der islamistischen Szene nahe steht.
 
 
Der Vorstoss von SVP-Einwohnerrat Räto Camenisch:
 

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