Occupy-Camp aufgelöst

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Die Occupy-Bewegung in Zürich hat sich aufgelöst. Nach fast zwei Monaten Empörtheit auf öffentlichem Grund, zogen die Aktivisten die Konsequenzen aus den Spaltungs-Versuchen von Aussen. 

Am 15. Obktober 2011 begann die Occupy Wall Street – Bewegung die Strassen auf der ganzen Welt einzunehmen. Auf dem Zürcher Paradeplatz wurde seither wöchentlich gegen die Auswüchse von Spekulationen und Habgier protestiert. Nach amerikanischem Vorbild bildeten sich weltweit Zeltlager, damit der Elan der Bewegung aufrecht erhalten werden konnte. In Zürich wurde der Lindenhof in der Altstadt zum Occupy-Epizentrum. Mitte November löste die Zürcher Polizei, ebenfalls nach amerikanischem Vorbild, das Camp über der Limmat mit teils gewalttätigen Mitteln auf. Der darauf folgende Campier-Platz war anschliessend am Stauffacher zu finden. Doch seit Anfang Dezember gibt es das Occupy-Camp in der Schweizer Wirtschafts-Metropole nicht mehr. Gemäss Sprechern habe sich „ein Ungleichgewicht ergeben“. Die Bewegung sei zudem „sozialistisch angehaucht und mit dem Bill Gates'chen Weltrettungssyndrom durchzogen.“ Wie ein weiterer Sprecher zu verstehen gibt.

 

Doch die Occupy Bewegung ist nicht ganz gestorben. Für die Adventszeit sind verschiedene Aktionen geplant. Zudem würde auch ein Arrangement mit der Uni Zürich geprüft werden, damit die Hörsäle für Referate und diverse andere Aktionen in der Winterpause genutzt werden können.

Die Bewegung hatte damit zu kämpfen, dass auch viele Leute im Camp assen und tranken, obwohl sie nichts mit Occupy zu tun gehabt hätten. Dazu kommt, dass von der Occupy-Bewegung kein einheitliches Bild zu zeichnen ist. Die Durchmischung unter den Aktivisten war so gross, dass es sehr unwahrscheinlich gewesen wäre, wenn alle Ansichten vereint worden wären. Für die Weltwoche beispielsweise, ist das Aushängeschild der Occupy-Bewegung der JUSO-Präsident David Roth. Wobei für die Linksaussen-Aktivisten Occupy von „rechtsextremen“ Antisemiten“ unterwandert werde.

In Deutschland geht die Spaltung der Bewegung soweit, dass regelmässig versucht wird, gewisse Ansichten aus der Bewegung auszuschliessen. So wurde die Band „Die Bandbreite“ von Düsseldorfer Occupisten ausgeschlossen. Genauso wie es in Zürich bei dem österreichischen „Truth-Rapper“ Kilez More versuch wurde. Da Musiker jedoch ihre eigenen Mittel haben, um ihre Ansichten zu streuen, hat „Die Bandbreite“ ein eigenes, sogenanntes „Shout out“ verfasst, indem sie der kontroversen Denkweise in der Occupy-Bewegung auf den Zahn fühlen.

 

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