«Die Medien und ihr Auftrag in der direkten Demokratie»

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Die neu gegründete IG IDEA veranstaltet am 28. März im Weissen Saal des Züricher Volkshauses einen Informationsanlass mit dem Thema: «Die Medien und ihr Auftrag in der direkten Demokratie». Als Gastredner referieren Honorarprofessor Michael Vogt, Herausgeber des Magazins «Zeitpunkt», Christoph Pfluger, und der Vizepräsident der Piratenpartei Schweiz, Pascal Gloor.

Die Rolle der Medien ist in der heutigen Zeit eine Zentrale. Seit der massenweisen Nutzung des Internets entwickelte sich das vorige Industriezeitalter in das heutige Informationszeitalter. Die wenigen grossen Medienhäuser, welche heute eine Mehrzahl der Publikationen besitzen, haben auch einen grossen Einfluss auf die Meinungsbildung der jeweiligen Medien-Konsumenten. Doch bleibt die Meinungsvielfalt dadurch häufig auf der Strecke. So geschieht es immer häufiger, dass die Mehrzahl der Zeitungen über durchaus kontroverse Themen eine einheitliche Meinung vertreten. Journalismus ist letztlich ebenfalls eine Wissenschaft. So einen «journalistischen Konsens» darf es in einer praktizierten Demokratie eigentlich gar nicht geben. Genauso wenig wie den Satz «Wissenschaftler sind sich einig,...».

Mit einem Informationsanlass am 28. März im Züricher Volkshaus will die IG IDEA ab 19.30 Uhr einen Diskurs über den Auftrag der Medien, auch 4. Macht neben Exeku-, Legisla,- und Judikative genannt, in einer direkten Demokratie führen. Dabei beziehen sie sich auf das Modell Schweiz. Denn laut Flyer sei es immer häufiger der Fall, «dass vom Bund angeheuerte Public-Relations-Experten Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen.»

Anlässlich der Veranstaltung referieren Prof. Dr. Michael Vogt, Zeitpunkt-Herausgeber Christoph Pfluger und Vizepräsident der Piratenpartei Schweiz Pascal Gloor. Vogt ist freiberuflicher Filmemacher und hat früher an der Universität Leipzig als Honorarprofessor in den Bereichen Medienwissenschaften, Kommunikationsmanagement und PR gelehrt. Er referiert über das Thema Massenmedien und Meinungsmanipulation. Michael Vogt zum Anlass: «Ich wünsche mir eine Rückkehr zu den eigentlichen journalistischen Grundsätzen und der journalistischen Ethik von Objektivität, sauberer Recherche, audite ad altera pars, Unvoreingenommenheit und geistige Offenheit.»

Nach Vogt analysiert Christoph Pfluger die Medienlandschaft im Bezug auf das politische Geschehen. Er ist Herausgeber und Chefredaktor von Zeitpunkt, dem Schweizer Magazin «für intelligente Optimistinnen und konstruktive Skeptiker». Er ist zu dem überzeugt:  «Als Journalist, der visionären Projekten und mutigen Menschen nachspürt weiss ich: Es gibt viel mehr positive Kräfte im Land als uns die Massenmedien glauben lassen.» Schlussendlich spricht der Vizepräsident der Piratenpartei Schweiz, Pascal Gloor, zum Thema Transparenz in der Regierung mittels Whistleblower-Plattformen, wie beispielsweise «Wikileaks».

Insgesamt dient der Anlass laut Veranstaltern dazu, diverse Missstände in der heutigen Medienlandschaft zu behandeln und lösungsorientierte Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Anschliessend an die Referate findet eine offene Podiumsdiskussion mit Einbezug des Publikums statt.

Zu den Videos:

Die Medien und ihr Auftrag in der direkten Demokratie (Teil 2):
 
Die Medien und ihr Auftrag in der direkten Demokratie (Teil 3):


 

 

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