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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Aargauer Zeitung denunziert sich selbst

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Bild: aare24.chDie Basis einer funktionierenden demokratischen Gesellschaft ist eine ausgewogene Medienlandschaft. Eine grosse Medienvielfalt fördert im Allgemeinen einen unvoreingenommen Meinungsbildungsprozess. Die Aargauer Zeitung (AZ), die noch als mehr oder weniger seriös gilt, hat sich in der Woche zum 10. Jahrestag von 9/11 eine Spezialserie ausgedacht, in der die verschiedenen, wie es von ihnen genannt wird, „Verschwörungstheorien“ als Lügen entlarvt werden sollen. Schon der erste Leitartikel zeigt, wie dogmatisiert die Debatte mittlerweile ist.
 
Islamistische Terroristen seien es gewesen. Immer wieder sind es diese islamistischen Terroristen „mit möglichen Verbindungen zu Al-Kaida“. Die Furcht vor den bärtigen Allah-Gläubigen ist im „westlichen Teil“ der Erde weit verbreitet. Diese Furcht ist auch berechtigt. Denn wenn es nicht geheime Bünde im Untergrund des amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes gewesen sind, müssen es wenigstens die „islamistischen Terroristen“ gewesen sein, welche am 11. September 2001 die Grenzen der Physik gesprengt hatten. Eine Tatsache, die vielen Architekten, Ingenieuren und Grundsatz-Skeptikern zuwider ist.
 
In seinem Artikel in der Aargauer Zeitung will Christian Nünlist in etwas über 100 Zeilen über alle möglichen Verschwörungstheorien richten und sie „als Lüge entlarven“. Dieser Versuch scheitert sagenhaft an einem ganz einfachen Fehler. Nicht vorhandene Objektivität. In ebenfalls ca. 100 Zeilen wollen wir mal einzelne Fragmente solch eines Artikels auseinander nehmen und die unseriöse Arbeit des Herrn Nünlist aufzeigen:
 
Wie war das mit Kennedy?
Der Journalist Christian Nünlist scheint klare Vorstellungen von wahr und unwahr zu haben. Zum Beispiel scheint der Mord an Ex-US-Präsident John F. Kennedy für ihn geklärt zu sein, obwohl bis zum heutigen Tage dafür noch kein Mensch vor Gericht für schuldig gesprochen wurde. Auch bei diesem Jahrhundertereignis schaffte es der mutmassliche Attentäter, Lee Harvey Oswald, die Grenzen der Physik zu sprengen und drei Kugeln, alle aus verschiedenen Richtungen auf Kennedy abzielend, von einem einzigen Standpunkt aus abzufeuern. Nun ist dieses Ereignis schon bald 48 Jahre her und es scheint unter die Sparte „aus den Augen aus dem Sinn“ gefallen zu sein. Gäbe es da nicht unnachgiebige Journalisten wie zum Beispiel Ron Laytner, der bereits 1990 für die Zeitschrift NEUE REVUE mit der Witwe von Roscoe White sprach. Der Mann, der laut Kritikern als Polizist für die CIA Kennedy aus der Menge heraus in Dallas erschoss.
 
Roscoe White war, nachdem er aus der CIA ausgetreten war, wie Lee Harvey Oswald und später Jack Ruby, welcher wiederum Oswald erschoss, Opfer der Spurenbeseitigung der CIA. Als Todesschütze war er einer von fast 40 Mitwissern oder Zeugen, die nach dem Kennedy-Attentat auf mysteriöse Weise umgekommen sind. Geneva White, die Witwe des Auftragmörders, brach nach einer Krebsdiagnose des Arztes ihr Schweigen und erzählte, dass Roscoe auf dem Sterbebett dem Pfarrer Jack Shaw beichtete, dass er Kennedy erschoss und dass er Beweise in einer gesicherten Kassette hat. Shaw verschwand darauf spurlos aber der Sohn von Roscoe, Rickie White, fand später die eiserne Kassette auf dem Dachboden des Hauses. Darin enthalten waren unter anderem der Befehl und die Instruktionen der CIA, die unter dem Namen „rifle“ liefen. Rickie übergab die Kassette dem FBI, welches jedoch nichts weiter unternahmen. Somit bleibt die Geschichte von Geneva White nichts weiter als eine Geschichte.
 
Wäre da nicht E. Howard Hunt. Dieser ehemalige CIA-Mitarbeiter, welcher unter anderem in den Watergate-Skandal verwickelt war, ergoss im Jahre 2004 auf dem Sterbebett sein Herz und erzählte, was er über den Kennedy-Mord wusste. Er liess seine Erzählung von seinem ältesten Sohn auf Tonband aufnehmen und bestätigte mit seinem Geständnis die Geschichte von Geneva White. Die Aufnahmen wurden 2007 von Saint John Hunt über Radio publik gemacht, jedoch wurde diese Nachricht von der grösseren Presse total ignoriert. Die Geschichte mit Lee Harvey Oswald scheint in der breiten Medienlandschaft absolut zu sein und bedarf anscheinend keiner grösseren Revision. Genauso verhält es sich mit der offiziellen 9/11-Story. Vielleicht wird es den Menschen in 50 Jahren auch egal sein, wenn die letzten Wissenden von der 9/11-Wahrheit auf dem Sterbebett ihr Geständnis ablegen und ein Weltbild ganzer Generationen zerstören.
 
Zu mehr fähig, als befürchtet
In die gleiche Zeitspanne wie der Kennedy-Mord fällt auch die „Operation Northwoods“. In den Unterlagen, die 2005 über das geheime Militärprojekt herauskamen, wird deutlich, wie kaltblütig das Militär mit Menschenleben umgeht, nur um geopolitische Ziele zu verwirklichen. In den Dokumenten ist die Rede von einer gesteuerten Militärmaschine, umlackiert zu einem Linienflugzeug, welche in ein Passagierflugzeug bepackt mit Touristen vor der Küste Kubas zusammenprallt. Der Anschlag sollte im Nachhinein so dargestellt werden, dass der kubanische Präsident Fidel Castro dafür verantwortlich gemacht wird, damit eine Invasion auf Kuba hätte gerechtfertigt werden können. Der damalige Verteidigungsminister McNamara und Präsident Kennedy lehnten das Vorhaben ab.
 
Aus historischer Sicht sind dies alles evidente Ereignisse im Zusammenhang mit der Weltpolitik. Denn mit dem Mord an Kennedy fing eine neue Ära im Weissen Haus an. Der Vietnamkrieg folgte, der, mittlerweile für alle Historiker unbestritten, auf einer glatten Lüge basierte. Die Ölfirmen fingen verstärkt an, den Markt mit künstlichen Verknappungen regelmässig durchzuschütteln. Die USA fingen an „Freiheitskämpfer“ in aller Welt zu unterstützen, um sie später als „Terroristen“ zu jagen, sobald sie nicht mehr ihrem Willen gehorchten. Die Lüge wurde mehr und mehr als gerechtfertigtes Mittel für ein „höheres Ziel“ eingesetzt. Das zeigt nur schon das Beispiel „Northwoods“. Sollte man angesichts all dieser Fakten wirklich so naiv sein und glauben, dass die Menschen heutzutage nicht mehr zu täuschen sind?
 
Wissen schaffen
Dadurch, dass die offizielle Theorie als einzig wahr angesehen wird, können objektive Debatten gar nicht mehr entstehen. In den Massenmedien scheint sich mehr und mehr die Praxis zu etablieren, Menschen mit abweichenden Meinungen in einen Topf zu werfen und sie als „Verschwörungstheoretiker“ zu denunzieren. Obwohl konträre Ansichten jeden Diskurs befruchten, wird jede Skepsis sofort nieder gemacht und indirekt als Blasphemie dargestellt. Der AZ-Journalist Christian Nünlist hat den Anspruch, wissenschaftlich vorzugehen, indem er genau ein einziges Buch und dessen Autor als Quelle nimmt. Doch er ignoriert selbst, was jeden erfolgreichen Wissenschaftler ausmacht: Die essentielle Grundskepsis der eigenen These gegenüber, die nur mit genügend Belegen gestützt werden kann.
 
 
Dieses Video wurde kürzlich von CNN veröffentlicht. Es zeigt eine Rauchwolke über Shanksville, welche von einem Anwohner gefilmt wurde. Es sind die ersten Minuten nach dem Flugzeugabsturz. Dadurch fühlen sich viele Skeptiker bestätigt, die glauben, dass der Absturz von Flug 93 durch einen beabsichtigen Abschuss oder eine Bombe zustande kam.

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