Dienstag, 12. Dezember 2017

Letztes Update 22.03.2016 22:37

You are here: Hintergründe Welt Drogenanbau in Afghanistan – Russland besorgt, USA tun nichts

Drogenanbau in Afghanistan – Russland besorgt, USA tun nichts

E-Mail Drucken PDF
Bild: ZVGIn Russland leben ca. 2,5 Millionen Rauschgiftsüchtige. Das Land ist darum besorgt, weil die USA nichts gegen die Anbauflächen im Drogen-Exportland Nummer 1, Afghanistan, unternimmt. Dies berichtet die russische Nachrichtenagentur Ria Novoski. Die US-Truppen begründen ihre Tatenlosigkeit damit, eine Vernichtung der Anbauflächen triebe die afghanischen Bauern in die Arme der Taliban.
 
Anlässlich des Forums „Entwicklungsziele des Millenniums in Osteuropa und Zentralasien“ zeigte sich der russische Aussenminister Sergej Lawrow befremdet, dass die USA nichts gegen den florierenden Drogenhandel im von NATO-Truppen besetzten Afghanistan unternehme. Schliesslich nehme ein Grossteil des weltweiten Drogenhandels seinen Anfang in den Saatflächen afghanischer Bauern, so Lawrow sinngemäss. „Doch aus irgendeinem Grund gehört die Ausrottung der Koka-Plantagen in Kolumbien und anderen Ländern Lateinamerikas zur absoluten Priorität für dieselben unsere Partner“, wundert sich Lawrow über die passive Haltung der USA.
 
USA wiegeln ab
Die USA stellen sich auf Standpunkt, dass sich das Problem durch eine Vernichtung der Opiummohn-Anbauflächen nicht lösen lasse. Dies schaffe bloss Schwierigkeiten für die afghanische Agrarproduktion, da sie den Bauern eine sichere Einnahmequelle raube und es an Alternativen mangle. Diese Umstände machten es den USA-feindlichen Taliban leicht, neue Mitglieder unter den Bauern zu rekrutieren.
Immer wieder bringen Kritiker den Vorwurf ein, die NATO-Truppen seien selbst in den Drogenschmuggel verwickelt, z.B. indem sie die Opiummohnfelder schützten. Die USA selbst weisen diese Vorwürfe zurück.
 
Der russische Aussenminister besteht derweil auf einer vollständigen Vernichtung der Drogen-Anbauflächen in Afghanistan. Das Land ist weltweit der Spitzenreiter unter allen Drogenproduzenten. Mehr als 80 Prozent der gesamten in der Welt produzierten und illegal verbreiteten Opiate entfallen auf den zentralasiatischen Staat. Laut Angaben der russischen Drogenaufsichtsbehörde werden in Afghanistan jährlich 150 Milliarden Dosen an Heroin und fast 30 Milliarden Dosen an Haschisch produziert. Die Rauschgiftmittel werden dann über Tadschikistan und Pakistan nach Europa und Russland geschmuggelt.
 
Russland im Drogenelend
Bei 142 Millionen Einwohnern sterben in Russland jährlich 30‘000 bis 40‘000 Menschen an Drogenkonsum. Russland nimmt beim Konsum von Heroin den ersten Platz in der Welt ein, 21 Prozent aller weltweit produzierten Heroinmengen und fünf Prozent aller opiumhaltigen Rauschgifte werden in Russland konsumiert. Laut dem Jahresbericht 2010 vom UN-Ausschuss für Drogenkontrolle zählt Russland fast 2,5 Millionen Rauschgiftsüchtige. 1,68 Millionen Einwohner, das heißt fast 90 Prozent der russischen Drogenabhängigen, nehmen Opiate, vor allem Heroin afghanischer Herkunft.

Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Am Samstag, 7. Dezember 2013, weihte der Verein Kulturschaffende Littau beim Bodenhof 4 im Ortsteil Littau den „ersten Wildwechsel der Stadt Luzern“ ein. Dabei wurde symbolisch die fü...
Weiterlesen...
Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Das lange Warten hat bald ein Ende: Am Freitag, 28. Juni 2013, erblickt das neue Album des Österreichischen Info-Rappers Kilez More das Licht der Welt. „Rapvolution“ soll die Menschen zum Mi... Weiterlesen...


Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Seitdem bekannt ist, dass die NSA mehr oder weniger den kompletten Datenverkehr jedes einzelnen Bürgers überwachen kann, wurden auf den verschiedensten Ebenen Massnahmen und Möglichkeiten entwickelt, ...

Weiterlesen...
Threema wird nicht OpenSource

Threema wird nicht OpenSource

Der Artikel „Schluss mit Mythen rund um Threema“ hat ein unerwartet grosses Echo hervorgerufen. So wurden im Anschluss an diesen Artikel auf unterschiedlichsten Kanälen kontroverse Diskussionen geführ...

Weiterlesen...
powered by withweb