Montag, 20. November 2017

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John McCain zu Syrien: Lieber Extremisten als Assad-Regierung

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Bild: voltairenet.orgWas der republikanische Senator von Arizona und Präsidentschaftskandidat von 2008 zuletzt in einem Interview in der beliebten US-Show von Charlie Rose zu sagen hatte, sprengte jegliche moralische Vorstellungskraft und führte die angebliche Sorge der US-Regierung um die syrische Bevölkerung ad absurdum. Es ging um die Erfahrung, die John McCain während seines höchst umstrittenen Syrien-„Abstechers“ gemacht hatte, als er mit Hilfe einer nicht weniger umstrittenen Organisation, der „The Syrian Emergency Task Force“ von der Türkei über die Grenze nach Syrien gebracht wurde. 

Dort traf er sich, ob geplant oder ungeplant, unter anderem mit zwei berüchtigten Kidnappern, welche verantwortlich waren für die Entführung von 11 libanesischen Pilgern in Syrien. Der Senator von Arizona holte in seiner Beschreibung tief aus und schilderte die brutale Vorgehensweise des syrischen Präsidenten Bashir al-Assad. Als der Moderator Charlie Rosen ihn aber darauf hinwies, dass auch die „Rebellen“ für viele Massaker und Gräueltaten verantwortlich seien, antwortete McCain: „Wissen Sie, Charlie, Sie betrachten das als isolierte Vorfälle von Menschen, welche erst gerade so kampferprobt und wütend geworden sind und das passiert (nun mal) im Kriegsgefecht.“
 
Und während Rosen weiter im Interview die These vertritt, dass die USA keine Interessen in Syrien hätten (keine Geschäfte, wie er es nannte) und die Möglichkeit ansprach, dass eine Gruppe von Menschen die Herrschaft an sich ziehen könnte, welche nicht im Geringsten an einer guten Beziehung zu den Vereinigten Staaten interessiert sei, antwortete McCain: „Aber (zumindest) nicht ein Alliierter des Iran, welcher nach Möglichkeiten sucht, um sein Unheil im Mittleren Osten zu erleichtern. (...)“
 
Syrer laut Umfragen zu 70 % hinter Assad
 
Das ist also der Kern der Aussage von John McCain und seinen Kriegsfalken im Kongress. Es geht ihnen nicht um die Menschen in Syrien, die nach neuesten Umfragen, welche verschiedene Organisationen innerhalb von Syrien zusammentrugen, zu 70% hinter al-Assad stehen, zu 20% eine neutrale Position einnehmen und nur zu 10% hinter der Sache der Rebellen stehen.
 
Es geht McCain & Co. auch nicht darum, eine Demokratie in Syrien herbeizuzaubern (was in von Stammesstrukturen und Familiensystemen geprägten Ländern ohnehin nicht nach unserer Vorstellung möglich ist), was McCain ja auch selbst zugeben musste, als er sagte, dass er keine „Jefferson’sche Demokratie“ erwarte.
 
Es geht diesen Kriegstreibern einzig und allein darum:
 
a) Präsident Assad zu stürzen
b) Syrien so weit zu zerstören, dass keine intakte Infrastruktur bestehen bleibt, um die Logistik zwischen Iran und der Hisbollah zu zerstören – und
c) den Einfluss des Iran in dieser Region zu brechen

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