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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Threema wird nicht OpenSource

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Der Artikel „Schluss mit Mythen rund um Threema“ hat ein unerwartet grosses Echo hervorgerufen. So wurden im Anschluss an diesen Artikel auf unterschiedlichsten Kanälen kontroverse Diskussionen geführt. Aufgrund der Reaktionen haben wir uns entschieden einen Folgeartikel zu publizieren, welcher auch die Autoren der App zu Worte kommen lässt.

 

 

 

 

Kritische Stimmen betonten, dass nur eine OpenSource Software die hundertprozentige Gewähr gibt, dass sich keine Backdoor im Quellcode befindet. An anderer Stelle wurde ausserdem auf die unbestätigte Behauptung verwiesen, dass die Entwickler von Threema bereits daran arbeiten würden, den Quellcode von Threema zu veröffentlichen. Damit konfrontiert stellte Kaspar Systems GmbH klar, dass es derzeit keine Pläne gebe, den Quellcode offenzulegen. Man wolle jedoch auch nicht völlig ausschliessen, dass man sich in Zukunft zu dieser vertrauensbildenden Massnahme entschliessen könnte. Im Klartext heisst dies aber, dass der Quellcode von Threema mittelfristig nicht offengelegt werden wird.


In einem Interview mit der Zeit haben die Applikationsentwickler eine Begründung geliefert, warum sie den Quellcode nicht veröffentlichen werden. Die Argumentation lautete dahingehend, dass man sich vor Nachahmern schützen möchte, welche dann ihre eigene Threema Entwicklung kostenlos zur Verfügung stellen würden und gleichzeitig trotzdem die Serverinfrastruktur von Kaspar Systems GmbH verwenden würden. Dies könnte mit einer Authentifizierung der App am Server verhindert werden. Das Zertifikat, welches die App am Threema-Server authentifiziert, müsste bei einer Veröffentlichung des Quellcodes nicht mitgeliefert werden. Dies würde wiederum zumindest erschweren, dass fremde App Entwickler die Serverinfrastruktur von Kaspar Systems für ihre eigenen Entwicklungen missbrauchen könnten. Die Entwickler wurden darauf angesprochen, ob sie planen einen solchen Mechanismus in ihre App einzubauen, was sie jedoch ebenfalls ablehnten: „Das halten wir nicht für sinnvoll, denn wenn man dann doch wieder einzelne Teile bei der Veröffentlichung auslässt und es somit einem Dritten nicht möglich ist, die gesamte Funktionsweise der Software aus dem Quellcode nachzuvollziehen … dann kann man es gleich ganz bleiben lassen.“


Ein weiterer Diskussionspunkt war die theoretische Überlegung, dass selbst wenn zum jetzigen Zeitpunkt sich keine Backdoor in Threema befindet, die Firma dazu gezwungen werden könnte, eine solche einzuprogrammieren. Info8.ch hat deshalb den Entwickler gefragt, ob er auf Anfrage eine solche Modifikation vornehmen würde. Die Antwort dazu ist eindeutig: „Aus unserer Sicht können wir dazu nach Schweizer Recht nicht gezwungen werden. Sollte dies trotzdem so sein, würden wir vorher die ganze App einstellen.“


Trotz sämtlicher Einschränkungen halten wir nach wie vor an der Aussage fest, dass Threema momentan die sicherste Alternative zu allen anderen gängigen Kurzmitteilungsdiensten darstellt.


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