Sonntag, 16. Dezember 2018

Letztes Update 22.03.2016 22:37

You are here: Standpunkte Kolumnen Quo vadis Europa?

Quo vadis Europa?

E-Mail Drucken PDF

Der von den Medien als Wirtschaftsaufschwung verkaufte Produktionsüberschuss der letzten zwei Jahre hat seinen Zenit überschritten. Langsam dämmert der Bevölkerung, welche enormen Auswirkungen der Börsencrash von 2008 hat. Die Währungen verlieren immer mehr an Wert und die Mittelschicht ist so bedroht wie noch nie.

Die Schwächen des globalen Finanzsystems werden immer offensichtlicher. Die Zentralbanken „kämpfen“, wie sie es selbst sagen, gegen die Spekulationsflut an der Börse. Dieser ominöse Handelsplatz, wo sogenannte „Spekulationsblasen“ entstehen. Diese Blasenbildung ist meist Folge einer länger anhaltenden Überbewertung von Produkten, was schlussendlich zu einem Preiszerfall führt. Im Fall des Börsencrashs von 2008 war das Produkt Immobilien. Diese Blasen sind üblich, denn sie sind die Basis unserer modernen Marktwirtschaft. Beim Wachsen dieser Blase herrscht angeblich Aufschwung und beim Platzen folgt die Rezession. So wird der ganze Wohlstand auf Schulden erschaffen. Gesteuert werden diese Zyklen von der dubiosen Hand des Marktes. Mittlerweile haben sich die Menschen in der westlichen Hemisphäre daran gewöhnt, dass sich diese Hand mal freundlich öffnet, um anschliessend mit einer Ohrfeige aufzuwarten. Man nennt das Marktschwankungen. Mal geht es rauf, mal runter. Nur diesmal scheint es ziemlich tief runter zu gehen. Wahrscheinlich weil wir so hoch geflogen sind. Am Höhepunkt fängt der Abstieg an.

Strudel der Einheitswährung
Die Europäische Union, gegründet um im globalen Wettbewerb zum Bestandteil der wirtschaftlichen und politischen USA-Europa-Asien Triangel zu werden, hat sich mit ihrer Geldpolitik in den Ruin getrieben. Die supranationale Währung Euro brachte viele Nationalstaaten innerhalb der EU dazu, die Souveränität über ihr eigenes Geld und somit der eigenen Entscheidungsfreiheit abzugeben. Die Europäische Zentralbank steuert nun sogar den Notendruck des Schweizer Frankens. Denn die Schweizerische Nationalbank hat sich dazu verpflichtet, so viele Franken wie nötig zu drucken, um den Devisenkurs des Frankens gegenüber dem Euro auf 1.20 zu halten. Somit macht sie sich von der Entwicklung einer einzigen Währung abhängig.

Der Gürtel wird enger geschnallt
Um das Mitgliedsland Griechenland von der Abkehr vom Euro hin zur ursprünglichen Drachme abzuhalten, sicherte die EU den griechischen Banken eine Mithilfe zur Schuldentilgung zu. Die X Milliarden Euro waren dann auch ein Tropfen auf den heissen Stein, denn das Kredit orientierte Zinseszins-System der Investmentbanken bringt meist eine Spirale in Gang, die schlussendlich darin endet, dass nur noch die Zinsen bezahlt werden können und die eigentlichen Schulden bestehen bleiben und weiter wachsen. Das führt jetzt dazu, dass die grössten und wichtigsten staatlichen Einrichtungen Griechenlands in private, meist ausländische, Hände fällt und die Deutsche Bank die Sparmassnahmen für die griechische Bevölkerung bestimmen darf. Die Griechen liefern sich Strassenschlachten und überfahren die Mount-Häuschen auf den Autobahnen, weil die Privatisierung der Strassen nicht akzeptiert wird. Ähnliche Aussichten erwarten in Kürze Irland, Portugal, Spanien, Italien, und Frankreich. Die Kernmassnahmen hinter dem propagierten „Rettungspaket“ sind Kürzungen der Staatsausgaben, hauptsächlich in Form von Löhnen und Sozialleistungen.

Mittelstand vor dem Aus
Deutschland will dem Problem vorbeugen und hat die sogenannte „Schuldenbremse“ in das Gesetz eingeschrieben. Was zwar schön klingt, führt schlussendlich jedoch in die Erstarrung der Innovation. Denn die Bremse wird vor allem bei den Lebensgrundlagen angelegt und macht Kleinkredite für kleinere und mittlere Unternehmen zu Geschichte. Eine Entwicklung die auf klare Abspaltung zwischen Arm und Reich abzielt. Bundesrätin Doris Leuthard hat laut eigenen Aussagen die Möglichkeit der Schuldenbremse in der Schweiz beim Bilderberg Treffen 2011 in St. Moritz besprochen. Überhaupt scheinen die Tage des Geldhandels gezählt. Sieht man vom Kassen-Sektor ab, wird Bargeld heutzutage fast nur noch für Drogen- und Waffenhandel verwendet. Alle anderen Transaktionen finden digital statt. Der Welthandel besteht somit hauptsächlich aus Luft. Aber diese Luft ist verpestet. Wenn nicht bald ein Umdenken geschieht, wird die Menschheit an diesem Dunst der Gier ersticken.  


Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Alles für d’Füchs – Einweihung des ersten Wildwechsels der Stadt Luzern

Am Samstag, 7. Dezember 2013, weihte der Verein Kulturschaffende Littau beim Bodenhof 4 im Ortsteil Littau den „ersten Wildwechsel der Stadt Luzern“ ein. Dabei wurde symbolisch die fü...
Weiterlesen...
Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Neues Album von Kilez More: Rapvolution

Das lange Warten hat bald ein Ende: Am Freitag, 28. Juni 2013, erblickt das neue Album des Österreichischen Info-Rappers Kilez More das Licht der Welt. „Rapvolution“ soll die Menschen zum Mi... Weiterlesen...


Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Jolla, das mobile Betriebssystem um der NSA zu entgehen?

Seitdem bekannt ist, dass die NSA mehr oder weniger den kompletten Datenverkehr jedes einzelnen Bürgers überwachen kann, wurden auf den verschiedensten Ebenen Massnahmen und Möglichkeiten entwickelt, ...

Weiterlesen...
Threema wird nicht OpenSource

Threema wird nicht OpenSource

Der Artikel „Schluss mit Mythen rund um Threema“ hat ein unerwartet grosses Echo hervorgerufen. So wurden im Anschluss an diesen Artikel auf unterschiedlichsten Kanälen kontroverse Diskussionen geführ...

Weiterlesen...
powered by withweb