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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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"Nicht so viel in den USA"

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Dr. Ulrich Schlüer (Bild: ZVG)Die USA bleiben stur: Sie verweigern der Deutschen Bundesbank, welche 3‘396 Tonnen der deutschen Goldreserven in den USA eingelagert hat, dieses deutsche Eigentum zu inspizieren. Zwar beteuern die USA, das deutsche Gold sei «noch da». Aber sehen dürfen es die Inspektoren der Deutschen Bundesbank nicht. Kein Wunder, dass die Zweifel an der Ehrlichkeit der US-Behörden wachsen.

Schweizer Beschwichtigungsversuche
Äusserst seltsam auch die Reaktion der Schweizer Behörden – von Bundesrat und Nationalbank – auf diese Inspektionsverweigerung der USA an die Adresse Deutschlands: Die Schweiz habe «nicht so viel Gold in den USA eingelagert», dürfen wir aus dem Mund der Eingeweihten und Nichtwisser erfahren. Den «bewussten Nichtwissern» sind dabei auch unsere Bundesräte zuzuordnen, seit der damalige Finanzminister Kaspar Villiger im Parlament auf die Frage nach den Ausland-Aufbewahrungsorten der Schweizer Goldreserven geantwortet hat: «Wo diese Goldreserven nun genau lagern, kann ich Ihnen nicht sagen, weil ich es auch nicht weiss, es nicht wissen muss und es nicht wissen will.»

Doch jetzt, da den Deutschen die Inspektion ihrer 3‘396 in den USA eingelagerten Tonnen Goldreserven verweigert wird, äussern Bundesrat und Nationalbank eilfertig Erklärungen, wonach die Schweiz von ihren Goldreserven «nicht so viel in den USA» habe.

Was heisst da eigentlich «nicht so viel»? Heisst das: Nicht so viel wie die Deutschen? Das wäre in jedem Fall richtig, besitzt die Nationalbank nach den überstürzten, unüberlegten, miserable Preise erzielenden Goldverkäufen der letzten zehn Jahre insgesamt doch nur noch 1‘040 Tonnen Gold – also weniger als ein Drittel von dem, das die Deutschen in Amerika eingelagert haben.

Inoffizielle Erkenntnisse
Von diesem Restbesitz von heute noch 1'040 Tonnen weiss man trotz der Nachrichtensperre seitens der Nationalbank, dass knapp die Hälfte im Ausland lagert, wovon offenbar ein bedeutender Teil in den USA.

Die österreichische Regierung hat kürzlich im Parlament auf entsprechende Anfrage offiziell mitgeteilt, wo im Ausland wieviel der österreichischen Goldreserven eingelagert sind. Die Schweizerische Nationalbank aber verweigert zu den Schweizer Goldreserven noch immer jede Auskunft über Lagerorte im Ausland. Weshalb diese Weigerung? Darauf können höchstens die «Nationalbank-Götter» antworten. Diese aber suchen derzeit eifrigst zu vermeiden, von den USA das zu verlangen, was die Deutschen von Washington vergeblich verlangt haben: Eine Inspektion der dort eingelagerten Schweizer Goldreserven.

Die «Handelszeitung» hat kürzlich ihre Leser über die Ausland-Lagerung der Schweizer Goldreserven befragt: 85 Prozent ihrer Leser verlangen die unverzügliche Rückführung aller Schweizer Goldreserven in die Schweiz.

Eine Forderung der Goldinitiative
Es gibt nur ein politisches Instrument, das diese Forderung rasch erfüllen kann: Die Goldinitiative. Sie verlangt zwar nicht Auskunft über die Lagerorte; aber sie verlangt die Rückführung sämtlicher im Ausland gelagerten Goldreserven in unser Land innert zwei Jahren. Diese dürfen gemäss Initiative fortan nur noch in der Schweiz gelagert werden.

Nichts kann die Dringlichkeit dieser Initiative nachdrücklicher unterstreichen als die äusserst hilflose Beteuerung der Nationalbank-Spitze, dass von den Schweizer Goldreserven – die Volksvermögen sind – «nicht so viel in den USA» eingelagert sei.

Dr. Ulrich Schlüer, M
itinitiant der Volksinitiative «Rettet unser Schweizer Gold!»

Kommentare  

 
0 #1 Remo 2013-01-07 21:08
Klar, das Gold ist ganz sicher noch da. Deshalb bilanziert die Deutsche Bundesbank es ja jetzt auch als Wert-"Papier":

http://schweizblog.ch/?p=6526
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