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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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WikiLeaks - Bananenrepublik USA?

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Hört man sich die allgemeinen Reaktionen auf die sogenannten WikiLeaks-„Enthüllungen“ an, klingt das in etwa so: „Die Informationen, welche die 'enthüllen', sind gar nicht so brisant … und - ich verstehe das ganze Getöse um WikiLeaks gar nicht.“ Das Problem dabei ist offensichtlich. Der Transporteur der Informationen ist verantwortlich, was der Konsument erfährt.

In den grossen Medienanstalten diskutiert man Klatsch und Tratsch der Diplomaten und hohen Offiziellen. Was aber von den mittlerweile mehreren tausend Dokumenten alles noch nicht gross thematisiert geworden ist, oder vielleicht auch nie gleichermassen thematisiert wird, sind die richtig kriminellen Akte, allen voran jene der USA. Von deren intimster Spionage aller UNO-Abgeordneter, inklusive Ban Kii Moon (ein Befehl von Hillary Clinton an die US-Diplomaten). Dabei sollten möglichst vollständig folgende Daten zusammengetragen werden: Telefonnummern, E-Mails, Kreditkartendetails, Portrait-Fotos, Fingerabdrücke, DNA-Proben und den Scan der Augen-Iris. Und das alles von der gesamten Führungsspitze der Welt-Organisation der Vereinten Nationen.

Man könnte jetzt meinen, dass solch ein Bruch der Persönlichkeitsrechte ja eigentlich bestraft werden müsste. Aber so lange das keine breite Öffentlichkeit weiss, wird auch nicht gehandelt. Wer sich jedoch seiner Meinungsbildungsfunktion bewusst ist, der sollte immer versuchen, so viele verschiedene Informationen wie möglich zu sammeln. Wer dabei aufhört, regelmässig kontrovers schreibende Zeitungen zu durchkämmen, kann sich keine objektive Meinung bilden.

Medienmonotonie - auch in der Schweiz
In der Schweiz sind drei Medienhäuser die Platzhirsche und kontrollieren mit der SRG praktisch jedes kommerzielle Meinungsbildungs-Instrument. Ausser dem Internet. Global gesehen, sieht es in den allen Ländern ähnlich aus. Wobei die Schweiz mit drei privaten Gross-Medienhäusern noch relativ gut da steht. In den meisten Staaten herrscht ein Zweikampf. Von Medienvielfalt keine Spur. Und wenn schlussendlich nur wenige (Personen) bestimmen, was publik wird und was nicht, dann führt das zu einer gefährlichen Nähe zu den Propagandisten - sofern die obersten Verleger im selben Boot mit den Regierenden sind.

In den USA scheint man kein Problem mit einer Meinung zu haben, solange sie von allen geteilt wird. Nachdem schon zulänglich bekannt ist, dass die Amerikaner ungerechtfertigte Kriege führen, globale Stützpunkte errichten und nun anscheinend schon jeden wichtigen Repräsentant der Welt ausspionieren, sollte die Weltöffentlichkeit eigentlich schon aufschreien. Aber es regt sich kaum was.

Obwohl unsere Webseite „Info8.ch – was andere verschweigen“ heisst, will ich unter diesem Leitspruch nicht mit neuen Fakten von WikiLeaks brillieren. Ich möchte an die Vernunft jedes Lesers appellieren! Wer wirklich glaubt, dass nur das die Wahrheit ist, was man sowieso schon überall lesen kann, missachtet seine Pflicht, gut informiert zu sein. Denn wer sich nicht breit informiert, ist befangen. Und wer die Augen öffnet, sieht eine Grossmacht am anderen Ende des Mega-Teiches, welche die eigene Bevölkerung kaum noch ernähren, kaum Ressourcen für soziale Institute zur Verfügung stellen kann und auf alle Druck ausübt, die der Aufklärung ihrer kriminellen Machenschaften helfen könnten.

USA: Wie steht es mit der Pressefreiheit?
Genau in jenem Staat, in welchem die freie Meinungsäusserung eigentlich im ersten Zusatzartikel der Bill of Rights (amerikanischen Verfassung) steht, wird diese mit Füssen getreten. „Reporters without Borders“ (zu deutsch: Reporter ohne Grenzen) sagen dazu: „Wir sind über Länder wie Frankreich und die Vereinigten Staaten schockiert, die plötzlich ihre Regeln über die Meinungsfreiheit auf das gleiche tiefe Niveau wie das von China senken. Wir möchten darauf hinweisen, dass es in Frankreich und den USA die Aufgabe der Gerichte und nicht der Politiker ist zu entscheiden, ob eine Webseite geschlossen werden darf oder nicht.“

Grund dafür sind die ständigen Schikanen, denen WikiLeaks und alle Unterstützter ausgesetzt werden. Würde man von den eigentlichen Skandalen, die von WikiLeaks veröffentlicht wurden, lesen, dann könnte man die USA mit Burkina Faso, Liberia, Kongo oder sonst einer Bananenrepublik austauschen und niemanden würde es wirklich überraschen oder gross kümmern. Bedenkt man aber, dass von der grössten Weltmacht die Rede ist, sollte man sich doch wirklich ein Mal ernsthafte Gedanken über die Welt machen, in der man lebt.


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