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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Die Geschichte eines Itsch

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Es war einmal ein Ic. Es lebte in einem Ic-Land mit anderen Ics zusammen. In diesem Land lebten viele verschiedene Ics. Sie hatten verschiedene Mentalitäten, verschiedene Religionen, sprachen sogar verschiedene Sprachen. Sie lebten aber alle im selben Land.

Dieses Ic entschied sich sein Schicksal selber in die Hand zu nehmen und sein Los zu verbessern. Um sich zu verbessern, war für das Ic notwendig eine andere Umgebung zu suchen. Es wurde ihm bewusst, dass es das multikulturelle Land verlassen muss um in einem anderen Land vielleicht eine neue Heimat zu finden. Es wusste auch, dass andere Länder andere Sitten bedeuten. Es war ihm bewusst, dass es andere Sprachen lernen muss, sich an andere Esskulturen gewöhnen muss. Es wusste aber, dass die Arbeitsmoral sowohl als auch Zahlungsmoral auf einem hohem Niveau sind. Beinahe alles sollte anders, ja sogar besser sein. Sogar die Menschen.

Die weitreichenden Veränderungen waren als Konsequenzen unumgänglich. Die neue Umgebung wird einen starken Einfluss auf ihn ausüben. Dieses Ic wollte nicht mehr, so wie die anderen Ics, in einem Ic-Land leben. Es hoffte, dass es sein Los in einem anderen Land verbessern kann.

Nach reichlicher Überlegung und gründlicher Vorbereitung, machte sich das Ic auf den Weg in Richtung Besserung. Es hoffte eine Arbeitsstelle zu finden, gut zu arbeiten, eine Bleibe und ein paar Freunde zu finden. Vieles ging ihm durch den Sinn. Es dachte, die alte Heimat vergessen zu können oder zumindest nicht zu oft daran denken zu müssen. Was gibt’s den auch da wichtiges um daran zu denken? Schliesslich möchte es die ökonomische und soziologische Umgebung für sich selber und für seine Mitmenschen verbessern.

So landete dieses Ic in Helvetia. Anfangs fühlte es sich sehr wohl. Auch das Gastgeberland war mit dem speziellen wie auch mit den anderen Ics sehr zufrieden. Die Ics zeigten sich als fleissige und sehr schnell Deutsch-lernende Menschen. Von all den zugewanderten Einwanderern waren diese die bevorzugten. Damals nannte man sie nicht Ics sondern Jugoslawen. Fast keiner dieser Ics fühlte sich als „Jugoslawe“. Aber es spielte keine Rolle wie man genannt wird. Hauptsache man hat Arbeit, Lohn, Gerechtigkeit, und Frieden. Das sind die nötigen Voraussetzungen für eine humane Perspektive und für Fortschritt. Unter diesen Umständen war eine Besserung möglich. Es schien keine Grenze nach oben zu geben.

Plötzlich, so schien es, fiel das Ic-Land, genannt „Jugoslawien“, auseinander. Mit dessen Zerfall, änderte sich auch das Bild des Jugoslawen. Aus der Sicht des Schweizers, mutierten diese Jugoslawen von Paulus zum Saulus. Aus einem fleissigen, wissbegierigen, anständigen, angepassten Jugoslawen wurde ein Ic. Das Ic aus unserer Geschichte fühlte sich weiterhin nicht angesprochen. Es fand sich nicht im Rahmen von dem Bild des neuen Ex-Jugoslawen oder des Jugos oder des Ics. Es fühlte sich immer noch einfach als ein menschliches Wesen mit all seinen Stärken und Schwächen und grundsätzlich mit der Absicht sich zu verbessern.

Das Ic fühlte sich bedrängt. Es fand sich plötzlich den medialen und persönlichen Anfeindungen ausgesetzt. Es war nicht mehr einfach eine Wohnung, eine Arbeit und den nötigen Respekt zu finden. Obwohl nicht mehr wirklich ein richtiger Jugoslawe, hatte er noch einen Makel. Den Makel eines Ic im Nachnamen.

(Achtung Satire!)Nun scheint es eine Lösung zu geben. Der Schweizer Astronom Markus Griesser entdeckte am 29. September 2002 den Asteroiden mit der Nummer 113390. Seit Februar 2006 trägt der Asteroid offiziell den Namen Helvetia. Vielleicht ein neues Helvetia für Ics?

Der Wind

 

 

 


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