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10 Jahre Pnos – Parteitag in Biel

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Dominic Lüthard, Präsident der Pnos (Bild: ZVG)Am Samstag, 4. September 2010, feierte die Partei national orientierter Schweizer, kurz Pnos, ihr 10-jähriges Bestehen. Info8.ch berichtet exklusiv über den Parteitag in Biel und schildert Eindrücke über die Feier. Das reich befrachtete sowie abwechslungsreiche Programm liess die gegen 250 anwesenden nationalen Herzen höher schlagen. Mehrere musikalische Darbietungen rundeten die markigen Worte der Referenten ab.
 
„Aus einer Laune heraus gegründet“
Der schlichte, eher altertümlich eingerichtete Saal, ist fast komplett gefüllt, als Dominic Lüthard, Präsident der Pnos, die Versammlung kurz vor 19.00 Uhr eröffnet. Das Langenthaler Szeneurgestein und Sänger der Musikband „Indiziert“, der auch durch den Abend führt, heisst die aus der ganzen Schweiz angereisten Mitglieder und Sympathisanten herzlich willkommen. Viel mehr Pnos-Anhänger hätten nicht kommen dürfen, sofern alle eine Sitzgelegenheit haben möchten. Lüthard beleuchtet in seiner kurzen Ansprache die Ursprünge der im Jahre 2000 gegründeten Partei, die aus dem Hauptgrund entstanden sei, die „immer verheerender werdenden Missstände“ in der Schweiz zu bekämpfen. Er führt aus, dass die Partei jedoch eigentlich „aus einer Laune heraus“ von einigen wenigen ins Leben gerufen worden sei.
 
Gewisse regionale Bedeutung
Im Verlauf der Jahre sei die Partei stetig gewachsen. Aktuell verfüge die Pnos über Sektionen und Infoportale in weiten Teilen des Landes, vorzüglich aber im Mittelland. Das Ziel der Partei sei es, ihre Gedanken schweizweit in die Parlamente zu tragen. Ihre Bedeutung sei heute zwar höchstens regional bezogen und gesamtschweizerisch gesehen gering. Dies täusche aber nicht über die Tatsache hinweg, dass es überall, wo die Pnos bisher zu Wahlen angetreten sei, Menschen gegeben habe, welche die Partei auch gewählt hätten. In der Tat gab es einige Achtungserfolge zu verzeichnen, die national für Furore gesorgt hatten. So hat die Pnos auf kommunaler Ebene mehrere Mandate und beachtliche Wahlresultate erreichen können, die aber häufig von nicht allzu langer Dauer waren. Heute ist die Pnos noch im Stadtparlament von Langenthal vertreten – mit ihrem „letzten Mohikaner“ Tobias Hirschi, wie es Dominic Lüthard formuliert.
 
Der Kampf eines Jungpolitikers
Mit der Aufforderung, die Pnos weiterhin zu unterstützen, leitet Lüthard zum nächsten politischen Referenten des Abends über, zu Pascal Trost aus dem Kanton Aargau. Dieser spricht über seine Tätigkeit als Tierschutz-Aktivist und erläutert seine Anfänge in der Politik. Trost sagt, dass er bloss aufgrund seines Engagements gegen die Tierschutz-Revision von Ende der 90er-Jahre von einflussreichen Kreisen als Antisemit gebrandmarkt worden sei. Dies, weil er sich gegen die Aufhebung des Schächtverbots und die damit einhergehende „Sonderbehandlung kultureller Minderheiten“ ausgesprochen habe. Sein Engagement als Tierschützer habe er begonnen, als er noch Mitglied der Freiheitspartei gewesen sei. Im Zuge derer Neuausrichtung als Autopartei sei Trost zur SVP gewechselt, für die er als Grossrat kandidiert habe. Bei der SVP in Ungnade gefallen, weil er seine Meinungen unabhängig von den Parteispitzen bilden wollte, engagiere sich Trost nun seit drei Jahren bei der Pnos, für welche er das Infoportal Aargau betreue.
 
Pascal Trost (Bild: ZVG)Zweifelhafte Pharmaindustrie
Für Trost nach wie vor unverständlich sei, weshalb eine aus Tierschutz-Kreisen lancierte Volksinitiative zur Einführung eines Importverbots von Schächtfleisch bereits im Sammelstadium gescheitert sei. Spekulationen über Druckversuche von aussen hätten sich bis heute nicht ausräumen lassen. Er könne nicht verstehen, warum sich die Schweizer Parteien und Tierschutzverbände, wenn auch eher lautlos, für die Wiedereinführung der von Juden und Muslimen angewandten Schächtpraxis ausgesprochen hätten. Obwohl doch das Schweizer Volk 1893 einer Initiative für das Schächtverbot klar zugestimmt habe. Das ohne Betäubung erfolgende Ausbluten bei der Schlachtung sei für die Tiere sehr schmerzhaft – und für aufgeklärte Menschen nicht vertretbar, diese Tierquälerei im Zuge religiöser Riten zu dulden. Die Rechte der Tiere würden zudem durch die beunruhigende Situation im Bereich der Tierversuche weiterhin mit Füssen getreten. In der Schweiz würden jährlich 700‘000 Lebewesen für die Interessen der Grosskonzerne in der Pharmaindustrie geopfert. Die Pnos sei schweizweit die einzige Partei, die für ein komplettes Verbot von Tierversuchen eintrete. Echter Tierschutz werde folglich nur von der Pnos betrieben.
 
Grussworte aus Österreich
Im Anschluss betritt der österreichische Gastreferent Robert Faller, Generalsekretär der NVP, die Bühne. Im Namen der nationalen Szene Österreichs überbringt er der Pnos die besten Glückwünsche. In seiner humoristisch angehauchten Rede ruft er die nationale Gemeinschaft auf, die Bemühungen, ein europaweites Jugendnetzwerk aufzubauen, zu intensivieren. Die nationalen Parteien hätten ihre Jugendförderung zu verstärken. Um das europäische Abendland gegen die voranschreitende Islamisierung zu retten, sei es von entscheidender Wichtigkeit, dass sich die Nationalisten Europas länderübergreifend vernetzten.
 
Liedermacherin Tanja (Bild: ZVG)Die untypische Rechte
Nach einer kurzen Pause geht es weiter mit der musikalischen Unterhaltung der hübschen süddeutschen Balladensängerin Tanja. In Begleitung ihres Gitarristen spielte sie einige – objektiv betrachtet – wirklich wohlklingende Lieder. Aufgrund ihrer Stimmgewalt dürfte sie die ersten Runden eines jeden Casting-Wettbewerbs locker überstehen. Die Liedtexte betrachtend, wohl eher weniger. In ihren Balladen geht es um klassische Inhalte des nationalistischen Liedgutes: Treue, Heimat, Vaterland. Auffallend ist, dass die junge Musikerin und ihr Begleiter so gar nicht ins Klischeebild der „typischen Rechten“ passen. Statt auf einer Bühne bei der Pnos, könnte man sich die beiden auch problemlos nebenan in der Studentenkneipe sitzend vorstellen.
 
Der Abend
Robert Faller, Generalsekretär der NVP (Bild: ZVG)
Unter den knapp 250 Anwesenden, darunter auch Delegationen aus Österreich, Deutschland und Südtirol, befinden sich überwiegend Junge unter 30, wenige im mittleren Alter und vereinzelte Versprengte sind im Pensionsalter. Nebst der Bestuhlung besteht der Saal aus mehreren grossen Infotischen, bei denen Bücher, CD’s und Broschüren des „Who is who“ der nationalistischen Szene aufliegen. Die Bücher umfassen hauptsächlich gesellschafts-, sozial- und globalisierungskritische sowie antizionistische Inhalte. Für Mitglieder wird ein Eintritt von 10 Franken eingezogen, für Nicht-Mitglieder 15 Franken. Wie Pnos-Präsident Dominic Lüthard zu Beginn verkündet, fliessen ein Teil dieses Erlöses sowie die Einnahmen aus Musikverkäufen an die Verfahrenskosten von Philippe Eglin, ex-Präsident der Pnos Basel, der wegen des Bestreitens der Tagebücher von Anne Frank vom Strafgericht Basel zu einer Geldbusse von 10‘800 Franken 
verurteilt wurde.
 
Kritik an der Pnos
Die Pnos gerät wegen ihrer polarisierenden Positionsbezügen immer wieder ins öffentliche Blickfeld. Obwohl ihre politische Bedeutung gemeinhin als gegen Null tendierend eingeschätzt wird, ist die Partei schweizweit bekannt. Dies ist hauptsächlich auf die grosse Medienresonanz, die jeweils auf die teils grenzwärtigen Aktionen der Partei folgt, zurückzuführen. Mehrere Parteimitglieder sind aufgrund des Straftatbestandes "Rassendiskriminierung" verurteilt worden, wobei festzuhalten ist, dass dies vorwiegend auf Meinungsäusserungen basierende Delikte waren. Die Pnos selbst bezeichnet ihre politische Ausrichtung als "eidgenössisch-sozialistisch". Das Schweizer Bundesamt für Polizei stufte die Pnos 2001 als rechtsextreme Organisation ein. Der jährlich erscheinende Staatsschutzbericht stuft diese seitdem aber von Jahr zu Jahr als weniger gefährlich ein und nennt auch den bewussten Gewaltverzicht der Partei, verweist aber darauf, dass dieser strategische Gründe habe. Die Partei selbst wird nicht müde zu betonen, dass Gewalt für sie keine Option sei.

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