Dienstag, 24. Oktober 2017

Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Linksextremismus-Debatte um Res Strehle: Auf dem linken Auge blind?

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Res Strehle auf einem Polizeifoto, nachdem er am 12. Januar 1984 in Zürich verhaftet wurde. Bild: weltwoche.chWie die "Weltwoche" berichtet, verkehrte Res Strehle (Jahrgang 1951), Chefredaktor des "Tages-Anzeigers", bis ins höhere Erwachsenenalter im gewaltbereiten, linksextremen Milieu. Er wohnte mit Bombenlegern und gesuchten Terroristen zusammen und legitimierte bis in die 90er-Jahre Gewalt von Linksextremen. Bis heute hat sich Res Strehle nicht von seiner "irritierenden Nähe zum Linksextremismus" (Weltwoche) distanziert. Strehle spricht von einer Kampagne. Kommentatoren und Meinungsmacher stellen sich unisono hinter ihn.
 
Lehnen wir uns zurück und lassen die Fakten Revue passieren: Dem Chefredaktor einer der grössten meinungsbildenden Tageszeitungen der Schweiz wird schwarz auf weiss nachgewiesen, dass er sich über Jahre im Dunstkreis eines Milieus bewegte, welches die Fundamente unseres Rechtsstaates ablehnt und Gewalt gegenüber Andersdenkenden ausdrücklich gutheisst, ja sogar organisiert und ausübt. Zudem ist überliefert, dass derselbe Chefredaktor als über 30-Jähriger bei einer Hausbesetzung verhaftet wurde und in einem Elaborat noch 1993 die Methoden einer gefallenen Linksterroristin verteidigte.
 
Skrupellose Doppelmoral
Derselbe Res Strehle, der in Kreisen verkehrte, welche hart erkämpfte liberale Grundwerte wie die Demokratie und das Recht auf freie Meinungsäusserung bekämpften, gefällt sich heute noch so gerne als Gralshüter der politisch korrekten Meinung und moralische Instanz, welche sich mit Vehemenz gebärdet, den politischen Diskursen "die Grenzen des Diskutierbaren" aufzustülpen. Hält man sich die vielen Gesinnungskampagnen gegen SVP-Exponenten vor Augen ("Affäre Mörgeli", "Kristallnacht-Twitterer" etc.), die Strehle orchestrierte, könnte einem ob der Doppelmoral dieses skrupellosen Falschspielers übel werden. Weiss man um seine umstrittene Vergangenheit, ist es einfach unerträglich zu sehen, mit welch verlogenem Kalkül Strehle seine leitende Rolle beim Tagi für die politische Agitation missbraucht.
 
Strehle wird nicht müde, bei allen anderen Transparenz einzufordern. Seine eigene dunkle Vergangenheit hat er jedoch nie aufgearbeitet. Doch leider ist Res Strehle kein Einzelfall. Im Journalismus wimmelt es geradezu von Ideologen mit linksextremer Vergangenheit oder solchen, die teils bis heute Kontakte zu Linksextremen unterhalten. Ebenso die Mittel- und Hochschulen, wie die florierende Sozialindustrie, sind bis ins Mark unterwandert und geprägt von Alt-68ern, deren Zöglingen und Nachfolgern. Das Tragische daran ist nicht, dass beispielsweise ein Mittelschullehrer oder Journalist früher ein linker Aktivist war. Bedenklich ist dagegen, dass die politische Gesinnung mit zweierlei Mass gemessen wird. Während alles, was sogenannt "rechtsextrem" oder SVP-nah ist, von dieser Clique verteufelt (oder zumindest kritischst beargwöhnt) wird, werden die eklatanten Gefahren, die von extremistischen links-sozialistischen Ideen ausgehen, entweder verschwiegen, verharmlost oder sogar relativiert.
 
Gemäss jüngsten Berichten des Schweizer Staatsschutzes geht von linksextremen (links-sozialistischen) Kreisen ein um ein Vielfaches grösseres Gefahrenpotential für die innere Sicherheit aus, als von der Nazi-Szene (Rechts-Sozialisten). Jeder halbwegs gebildete Mensch weiss um das unsägliche Leid, das linksextreme, leninistisch-marxistische oder stalinistische Diktaturen seit dem 20. Jahrhundert in der ganzen Welt verursachten. Laut dem "Schwarzbuch des Kommunismus" forderte die kommunistische Weltrevolution 100 Millionen Todesopfer. Überall, wo Linksextreme an die Macht kamen, verbreiteten sie Angst und Schrecken, steckten Andersdenkende in den Knast und mordeten willkürlich. Auch in Europa und der Schweiz störten sie den sozialen Frieden, wo Res Strehles frühere Mitbewohner die Gesellschaft mit feigen Anschlägen auf Personen und Sachen in Aufruhr versetzten.
 
Schweizer Medien auf dem linken Auge blind?
Unter diesen Umständen ist es mehr als beunruhigend, wenn praktisch sämtliche Medien den Fall Strehle herunterspielen, als "nicht relevant" deklarieren oder sich der Debatte schlicht verweigern. Statt nüchtern der Frage nachzugehen, ob sich Res Strehles fehlende Vergangenheitsbewältigung mit seiner journalistischen Führungsrolle in Einklang bringen lässt, wird der Schwarze Peter an die "Weltwoche" weitergereicht, ihr "Kampagnenjournalismus" vorgeworfen oder ihr Artikel als "nicht zulässig" betitelt. Auch der Tamedia-Verwaltungsratschef und Bilderberg-Teilnehmer von 2012, Pietro Supino, steht bedenkenlos zu Strehle. Man stelle sich vor, es würde publik, dass irgendein Journalist eine rechtsextreme Vergangenheit hätte, sei sie auch noch so lose. Er würde über Nacht zum Geächteten, zur Persona non grata gestempelt. Würde er nicht noch am selben Tag fristlos entlassen, würde eine national konzertierte Medienkampagne, bei der Strehle und Konsorten genüsslich die Moralkeule schwängen, schon dafür sorgen, dass dies innert kürzester Zeit unvermeidbar würde.
 
Die Enthüllungen um Res Strehle und die entlarvenden, fast Schulter zuckenden Nicht-Reaktionen der Schweizer Medienlandschaft bestätigen den seit Längerem existierenden Verdacht, dass die Schweizer Medien auf dem linken Auge blind sind. Was von rechts kommt, ist böse und muss bekämpft werden. Was von links kommt, wird gedeckt und unterstützt. Die Meinungs- und Medienvielfalt in der Schweiz ist akut bedroht. Wer hilft mit, das Ruder herumzureissen?
 
Anian Liebrand, Redaktionsleiter Info8.ch

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