Die EU-Staats- und Regierungschefs demonstrieren Zuversicht: Sie würden die Verschuldungskrise in den Griff bekommen, behaupten sie. Sie seien, verkünden die EU-Koryphäen, auf dem Weg, die Überschuldung von Griechenland, Irland, Portugal, Spanien, Frankreich und Italien zu meistern.
Schuldenerlass
Die EU veranlasst die überschuldeten EuroLänder neuerdings, wesentliche Teile ihrer Schulden zurückzukaufen – wofür ihnen «angemessener Abschlag» zugesichert worden ist.
Das heisst im Klartext: Weil man den Gläubigern der überschuldeten Euro-Länder, also den französischen, deutschen und englischen Banken massive Schuldenerlasse gegenüber den faktisch bankrotten Staaten nicht zumuten kann, weil diese Banken damit Konkurs gehen würden, müssen die stärkeren EU-Staaten, allen voran Deutschland, einen Grossteil der Schulden der EU-Südländer in ihre eigenen Staatshaushalte übernehmen. Diese Staaten müssen – auf Kosten der eigenen Steuerzahler – mehrere hundert Milliarden Mehrschulden übernehmen. Andernfalls würde ein Bankensterben nie gesehenen Umfangs Tatsache. Die Steuerzahler aller EU-Länder werden massivst bluten müssen.
Die Überschuldung der Euro-Südländer und Irlands hat allerdings derart alle Grenzen gesprengt, dass Bewältigung der Überschuldung aus ordentlichen Staatsmitteln ausserhalb aller Möglichkeiten liegt – man kann die Steuern schliesslich nicht über die Höhe des noch erzielbaren Einkommens erhöhen.
Inflationierungspolitik
Damit wird die zweite, der Öffentlichkeit gegenüber verschwiegene Massnahme der EUGläubigerstaaten, die ja selbst bereits heute bis über alle Ohren verschuldet sind, entlarvt: Inflationierungspolitik ist in der EU angesagt!
Die nicht bezahlbaren Schulden sollen durch Inflationierung, also durch bewußte, von oben her- beigeführte Entwertung des Euro «verkleinert», schliesslich zum Verschwinden gebracht werden.
Inflationierungspolitik: Das ist nichts anders als Enteignung der soliden Bürgerinnen und Bürger, der Sparer, der Rentner – all jener, die Selbstverantwortung ernst genommen haben. Regierungen, die bewusst Inflationierungspolitik betreiben, zerrütten ihre eigenen Staaten. Sie belohnen die Unsoliden, die Überschuldeten, die Bankrotteure, sie bestrafen durch Enteignung die Soliden, die ihre Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber ernst genommen haben.
Rettungsanker
Für den Bürger heisst das: Nur wer sein Vermögen in Sachwerten absichern kann, entgeht der Vermögens-Beraubung durch den eigenen Staat. Wer seine sauer ersparten, redlich erarbeiteten Vermögenswerte zusammenhalten will, muss sie in krisensicheren Sachwerten anlegen. Das können gute Liegenschaften sein, das kann insbesondere Gold bieten.
Wer auf die Schalmeienklänge der Europäischen Union nicht hereinfallen will, ist gut beraten, verfügbare Teile des eigenen Vermögens durch Kauf von physischem Gold abzusichern. Und Nationalbanken von Staaten, die nicht im EUSchuldenstrudel gefangen sind, tun gut daran, wenn sie ihre Reserven für absehbar stürmische Zeiten solide gesichert beisammen halten. Das gilt auch für die Schweizerische Nationalbank, die derzeit alles daran setzt, in zwei Etappen rund dreissig Milliarden Schweizer Franken im Euro-Schuldenloch zu versenken.
Nationalrat Ulrich Schlüer, Flaach
Initiant Bürgeraktion „Gesunde Währung"
















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