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Letztes Update 22.03.2016 22:37

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Bob Dylan rockt das Summer Sound

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Bob Dylan in Aktion (Bild: Manfred Petritsch)Bei strahlendem Sonnenschein begann der vierte Abend des Summer Sound Open Airs in Sursee. An diesem 24. Juni 2011 sollte Bob Dylan auftreten, supportet vom Schweizer Musiker Hank Shizzoe. Die Zuschauer erlebten einen heiteren Musikabend bei besten Bedingungen.
 
Weniger rosig, dafür ziemlich restriktiv waren die Bedingungen für die rund ein Dutzend Pressefotografen – wie bei Dylan-Konzerten zu erwarten war. Es durften jeweils nur die ersten drei Songs fotografiert werden, ohne dass Bob Dylan auch nur einmal sein Gesicht der Menge präsentierte. Der eigenwillige Musiker hat ein eher gespaltenes Verhältnis zur medialen Öffentlichkeit. Dennoch verfügt er über ein unendliches Reservoir an Songs und ist mit 70 Jahren immer noch fit genug, um Welttourneen zu bestreiten. Lange war nicht bekannt, wer als Vorband für die Musiklegende auftreten würde. Als dann bekannt wurde, dass Hank Shizzoe als Support-Act gastiert, war die Resonanz durchwegs positiv. Shizzoe gilt als einer der besten nicht aus den USA stammenden Roots-Rock Sänger der Welt.
 
Bild: Manfred PetritschMit Shizzoes zweitem Lied „When a guy gets Boobs“, in dem es um das erwachsen werden geht, fing auch die Zuschauermenge an zu wachsen. Unter den gut 8‘000 Zuschauern (bisheriger Rekord am Summer Sound), befanden sich viele ältere Semester, die mit Dylans Musik aufgewachsen sind und gerne mal wieder in den Jugend-Erinnerungen schwelgen mögen. Aber auch Fans zwischen 15 bis 30 Jahren fanden den Weg auf den Surseer Zirkusplatz, um einmal in ihrem Leben die Legende Bob Dylan live zu sehen. Sie alle wurden nicht enttäuscht.
 
Als dann um 21 Uhr Bob Dylan auf die Bühne trat, war die Stimmung elektrisierend. Der ehemalige Folksänger begeisterte die Zuschauer vor dem gekrönten allsehenden Auge als Grafik im Hintergrund mit Liedern aus neueren Alben und diversen Neuinterpretationen älterer Stücke. Zum Abschluss durften natürlich die Klassiker: „Like a Rolling Stone“, „All along the Watchtower“ und „Blowin‘ in the Wind“ nicht fehlen. Keith Richards, Gitarrist der Band „Rolling Stones, die übrigens nach Dylans Lied benannt sind, sagte einst über den wohl einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts: „Bob Dylan hat mehr Songs geschrieben, als ich warme Mahlzeiten zu mir genommen habe.“
 
Infos zu Bob Dylan
 
Geboren: 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota als Robert Allen Zimmermann
Tätigkeit: Singer/Songwriter, Maler und Dichter
Diskographie: 34 Studioalben, 11 Livealben und 14 Compilations resp. Best of‘s
Kurzbio: Unter dem Künstlernamen Bob Dylan (Bob als Kurzform für Robert, und für Dylan gibt es diverse Vermutungen; wahrscheinlich nach dem Vorbild Dylan Thomas) veröffentlichte Zimmermann seit 1962 unzählige Schallplatten für die Columbia Records. Als Dichter veröffentlichte er bereits sechs Werke und die Kunstsammlung Chemnitz stellte seine malerischen Werke ein Jahr lang unter dem Titel: „The Drawn Blank Series - Aquarelle und Gouachen“ aus.
Als Musiker gelang es ihm als einer der ersten, Folk mit Rock zu verbinden und er war Inspiration für mehrere Musikergenerationen.
Besonderes: Obwohl seine Lieder zu den bekanntesten überhaupt gehören, schaffte es Bob Dylan weder in den USA noch in Grossbritannien eine Nr. 1-Hitsingle zu landen. Ausserdem nahm er, obwohl er einer der Sprachrohre der 1960er-Bewegungen war, nicht am Woodstock-Festival 1969 teil. Seit 1988 ist Dylan, der viele seiner Alben auch unter dem Pseudonym Jack Frost veröffentlicht, auf seiner „Never ending Tour“, auf der er jährlich um die 100 Konzerte, auf der ganzen Welt verteilt, gibt. Im Jahr 2007 überschritt er die Lebensmarke von über 2‘000 Konzerten.
Kritik: Von Folk-Anhängern wird Bob Dylan immer wieder vorgeworfen, er habe die Folkmusik verraten, weil er vermehrt mit eigener Band und elektrisch verstärkten Gitarren aufgetreten ist. Ausserdem wird Dylan unterstellt, er habe die extremistische Jewish Defense League finanziert, was er aber bestreitet. Jedoch gibt er selbst zu, einen positiven Eindruck vom ultraorthodoxen „Knecht“-Gründer Rabbi Meir Kahane zu haben, welcher sich wiederrum während seiner Lebenszeit stark für die Trennung von Mann und Frau in Synagogen und öffentlichen Transportmitteln einsetzte, die Ehe zwischen Palästinensern und Israelis unter Gefängnisstrafe stellen wollte und als extremer Zionist die Gründung Grossisraels befürwortet und auch schon selbst zu Gewalt gegen Palästinenser aufgerufen hat.
 

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